
Westerpark, Foodhallen & Oud-West: Amsterdams kreatives Viertel
Die Viertel Westerpark und Oud-West, westlich des Jordaan und nordwestlich des Leidseplein, zeigen Amsterdam von seiner zeitgenössischsten und am wenigsten touristischen Seite: die Westergasfabriek (Westliche Gasfabrik) als Kulturzentrum, die Foodhallen in einer ehemaligen Straßenbahndepot, und die Straßen von Oud-West mit unabhängigen Cafés, Buchläden und multikulturellen Märkten.
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Westergasfabriek — Die Gasfabrik wird zum Kulturpark
Die Westergasfabriek, zwischen 1883 und 1902 erbaut und 1967 stillgelegt, ist Amsterdams erfolgreichstes Beispiel für industrielle Denkmalpflege: ein Komplex aus 13 neugotischen Backsteingebäuden in einem 14 Hektar großen Park (dem Westerpark). Der 2003 abgeschlossene kulturelle Umbau, entworfen von der amerikanischen Landschaftsarchitektin Kathryn Gustafson, erhielt die Industriegebäude als Veranstaltungsorte für Musikfestivals (über 300 Veranstaltungen pro Jahr), den Sonntagsmarkt für Antiquitäten und Vintage-Kleidung sowie Restaurants.
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Haarlemmerpoort & Haarlemmerdijk — Das westliche Stadttor
Die Haarlemmerpoort, ein neoklassizistisches Stadttor aus dem Jahr 1840, markiert den westlichen Eingang zur Innenstadt. Dahinter: die Haarlemmerdijk und die Haarlemmerstraat, zwei der angenehmsten Einkaufsstraßen Amsterdams, gesäumt von unabhängigen Lebensmittelgeschäften, Feinkostläden und Cafés. Die Brouwersgracht, die die Haarlemmerstraat kreuzt, gilt bei vielen Amsterdamern als schönster Kanal der Stadt.
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Kinkerstraat & Ten Kate Markt — Multikulturelles Oud-West
Die Kinkerstraat, die Haupteinkaufsstraße des Viertels Oud-West, ist eine der aufrichtig multikulturellen Einkaufsstraßen Amsterdams: türkische Bäckereien, marokkanische Metzger, surinamische Imbisse, und der Ten Kate Markt (Montag bis Samstag), ein täglicher Freiluftmarkt der die großen türkischen und marokkanischen Gemeinschaften des Viertels mit frischem Gemüse, Fisch und preiswerten Textilien versorgt.
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Foodhallen — Amsterdams überdachte Markthalle
Die Foodhallen, die 2014 im Bellamybuurt eröffnet wurden, sind in einem ehemaligen Straßenbahndepot (das Hallen-Gebäude, 1902 gebaut) untergebracht, das auch ein Kino, eine Bibliothek, ein Hotel und einen Vintage-Kleidermarkt beherbergt. Die Markthalle selbst (ca. 20 Stände, täglich geöffnet) repräsentiert Amsterdams zeitgenössische Street-Food-Kultur in konzentrierter Form: surinamisches Bara, japanisches Ramen, holländische Bitterballen, vietnamesisches Bánh mì — alles in einem warmen, gewölbten Backsteininterieur.
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Overtoom — Amsterdams vergessene Magistrale
Der Overtoom, eine lange gerade Straße, die den Leidseplein mit dem Surinameplein verbindet, ist nach einem Transportmechanismus aus dem 17. Jahrhundert benannt, um Boote zwischen zwei Wasserwegen auf verschiedenen Niveaus zu befördern. Die Straße, die dem früheren Verlauf eines Kanals folgt, ist heute eine belebte Fahrrad- und Straßenbahnroute mit Cafés, internationalen Restaurants und kleinen Hotels.
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Vondelpark West & die Grenze zu Oud-West
Der westliche Teil des Vondelparks, wo er an der Overtoom und der Constantijn Huygensstraat auf das Oud-West-Viertel trifft, ist der am wenigsten besuchte Teil des Parks: weniger Touristen, mehr Hundebesitzer, und die Gemeinschaftsgärten und Pétanque-Plätze des Parks. Die Constantijn Huygensstraat ist eine der charakteristischsten Straßen von Oud-West: eine Mischung aus Wohngebäuden der 1880er-1900er Jahre, unabhängigen Geschäften und Nachbarschaftscafés, die der Gentrifizierung weitgehend widerstanden haben.