Gotisches Viertel & El Born: Von römischen Ruinen zur Stadt des Meeres
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Gotisches Viertel & El Born: Von römischen Ruinen zur Stadt des Meeres

Das Barri Gòtic ist eines der größten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren Europas. Die römische Kolonie Barcino (gegründet 10–15 v. Chr.) liegt unter der mittelalterlichen Stadt. Die katalanisch-aragonesische Krone (12.–15. Jahrhundert) machte Barcelona zur Handelshauptstadt des westlichen Mittelmeerraums. Diese Route führt durch 2.000 Jahre städtischer Geschichte.

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    Kathedrale von Barcelona — Das gotische Herz

    Die Kathedrale des Heiligen Kreuzes und der Heiligen Eulalia, auf der Plaça de la Seu, wurde hauptsächlich zwischen 1298 und 1450 gebaut. Die heutige Fassade ist ein Zusatz des 19. Jahrhunderts (1882–1913). Der Kreuzgang der Kathedrale ist einer der ungewöhnlichsten in Spanien: ein großer gotischer Garten mit einem zentralen Brunnen und, der Tradition folgend, 13 weißen Gänsen, die die 13 Lebensjahre der Heiligen Eulalia darstellen.

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    Plaça de Sant Jaume — Das politische Zentrum Kataloniens

    Die Plaça de Sant Jaume, an der Kreuzung der beiden Hauptstraßen des römischen Barcino, ist seit der Römerzeit das politische Zentrum Barcelonas. Zwei sich gegenüberstehende Gebäude definieren sie heute: das Ajuntament de Barcelona und der Palau de la Generalitat, das Regierungsgebäude der katalanischen Regionalregierung mit seiner gotischen Fassade von 1416.

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    Plaça del Rei & Römische Ruinen — Die Stadt unter der Stadt

    Die Plaça del Rei ist ein geschlossener mittelalterlicher Platz von großer atmosphärischer Kraft, umgeben vom Palau Reial Major, der Capella de Santa Àgata und dem Mirador del Rei Martí. Unter dem Platz befindet sich das MUHBA mit 4.000 Quadratmetern des römischen Barcino (Straßen, Werkstätten, Wasserzisternen) aus dem 1.–4. Jahrhundert n. Chr. Der Platz gilt traditionell als der Ort, an dem Ferdinand und Isabella Kolumbus 1493 nach seiner Rückkehr aus Amerika empfingen.

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    Picasso Museum — 4.250 Werke in fünf mittelalterlichen Palästen

    Das Museu Picasso, in der Carrer Montcada in El Born, ist das meistbesuchte Kunstmuseum in Barcelona: 4.249 Werke, die Picassos gesamte Karriere umspannen. Die Sammlung ist besonders stark in der Frühphase (1890–1904), als Picasso in Barcelona lebte. Die außergewöhnliche Serie von 58 Gemälden der Meninas (nach Velázquez, 1957) füllt eine ganze Etage.

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    Santa Maria del Mar — Die Kathedrale des Meeres

    Santa Maria del Mar, im Ribera-Viertel, gilt als das schönste gotische Gebäude Kataloniens: in einer konzentrierten Periode von 54 Jahren (1329–1383) von der Gilde der Seeleute erbaut. Das Innere, durch den anarchistischen Brand von 1936 (der 11 Tage brannte) aller Barockzusätze beraubt, erscheint nun in seiner ursprünglichen gotischen Strenge.

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    El Born Markt & Viertel — Das 19. Jahrhundert kehrt zurück

    Der Mercat del Born, eine große eisenverkleidete Markthalle von 1876, war Barcelonas wichtigster Großhandelslebensmittelmarkt bis 1971. Die Ausgrabungen von 2002 enthüllten das Barcelona von 1714: ein ganzes Viertel, das unter dem Marktboden erhalten geblieben ist, am 11. September 1714 abgerissen, als die Stadt nach einer 14-monatigen Belagerung fiel. Jetzt ist es der Espai Cultural del Born.

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