
Museumsinsel & Unter den Linden: Berlins UNESCO-Kulturherz
Die Museumsinsel — seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe — ist eine schmale Spreeinsel mit fünf der bedeutendsten Berliner Museen, die zwischen 1824 und 1930 erbaut wurden: das Pergamonmuseum, das Neues Museum (mit der Nofretete-Büste), die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Altes Museum.
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Pergamonmuseum (1930) und Ischtar-Tor
Das Pergamonmuseum — das meistbesuchte Museum Deutschlands (1,1 Millionen Besucher jährlich) — wurde 1910-1930 gebaut, um übergroße Architekturrekonstruktionen zu beherbergen: den Pergamonaltar (166-156 v. Chr., das bedeutendste erhaltene hellenistische Monument), das Markttor von Milet (2. Jh. n. Chr.) und das Ischtar-Tor aus Babylon (ca. 575 v. Chr., mit blauen glasierten Ziegeln und Tierreliefs). Es ist derzeit teilweise wegen Renovierung geschlossen (2023-2027).
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Neues Museum und Nofretete-Büste (ca. 1345 v. Chr.)
Das Neues Museum — von Friedrich August Stüler 1843-1855 entworfen, im Zweiten Weltkrieg zerbombt, 50 Jahre im geteilten Berlin dem Verfall überlassen, und von David Chipperfield Architects 2003-2009 spektakulär restauriert — beherbergt die ikonische Nofretete-Büste (ca. 1345 v. Chr., 1912 in Amarna entdeckt). Chipperfields Restaurierung, die die kriegsbeschädigten Oberflächen bewahrte statt die zerstörten Räume nachzubauen, ist selbst ein Meisterwerk.
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Berliner Dom (1905)
Der Berliner Dom — 1893-1905 von Julius Raschdorff für Kaiser Wilhelm II. als Hofkirche und Grablege der Hohenzollern erbaut — ist die größte protestantische Kirche Deutschlands (114 Meter Kuppelhöhe). Die Krypta enthält 95 Hohenzollern-Sarkophage vom 15. bis ins 20. Jahrhundert.
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Humboldt Forum / Berliner Stadtschloss (2021)
Das Humboldt Forum — 2021 in einem Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses eröffnet, an der Stelle des 2008 abgerissenen Palastes der Republik der DDR — ist Berlins umstrittenstes Kulturprojekt. Der Wiederaufbau (680 Millionen Euro) beherbergt außereuropäische Sammlungen, deren Restitution eine der bestimmenden kulturpolitischen Debatten in Deutschland ist.
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Bebelplatz und Bücherverbrennung (1933)
Die Bebelplatz — der große Platz westlich des Berliner Doms, umgeben von der Staatsoper (ursprünglich 1741-1743 von Knobelsdorff für Friedrich den Großen erbaut) — war der Schauplatz der nationalsozialistischen Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933. Ein unterirdisches Mahnmal von Micha Ullman (1995): Durch ein Glasbild im Pflaster sieht man einen weißen Untergrundraum mit leeren Bücherregalen für die 20.000 verbrannten Bücher.
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Unter den Linden und Staatliche Museen
Unter den Linden — die 1,5 km lange Prachtstraße vom Berliner Dom zum Brandenburger Tor, 1647 mit Lindenbäumen bepflanzt — war die Hauptstraße des königlichen und kaiserlichen Berlins. Sie beherbergt die Humboldt-Universität (Hauptgebäude von 1748; Absolventen: Einstein, Marx, Schopenhauer, Heine) und das Deutsche Historische Museum.