Potsdamer Platz, Sony Center und Kulturforum: Das Neue Berlin
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Potsdamer Platz, Sony Center und Kulturforum: Das Neue Berlin

Die Potsdamer Platz — einst die belebteste Verkehrskreuzung Europas (1920er Jahre), dann die leerste Brache der geteilten Stadt (1961-1989), heute das ambitionierteste Stadtentwicklungsprojekt der europäischen Nachkriegsgeschichte — ist ein Musterbeispiel für die Transformation Berlins nach der Wiedervereinigung.

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    Potsdamer Platz (1920er/1990er)

    Die Potsdamer Platz war in den 1920er Jahren die belebteste Verkehrskreuzung Europas (die erste Ampel Kontinentaleuropas wurde 1924 hier installiert). Nach dem Mauerfall wurde das leere Gelände zur größten Stadtentwicklungsbaustelle Europas: 1993-1998 investierte ein Konsortium 4 Milliarden Euro in ein neues Viertel.

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    Sony Center (2000, Helmut Jahn)

    Das Sony Center — sieben Gebäude um ein verglasten Ellipsenforum, vom Chicagoer Architekten Helmut Jahn entworfen (1999-2000) — ist der architektonisch eindrucksvollste Komplex am Potsdamer Platz. Es enthält den Kaisersaal des Hotels Esplanade (1908, 1996 um 75 Meter verschoben), die Deutsche Kinemathek und das IMAX-Kino.

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    Kollhoff-Tower und Historische Ampel

    Der Kollhoff-Tower (1999, Hans Kollhoff) — der 103 Meter hohe neoexpressive Backsteinturm — erinnert bewusst an die Backsteinarchitektur des New York der 1920er Jahre. Am Fuß des Turms steht die Replik der Ampelanlage von 1924 (die erste Ampel Kontinentaleuropas). Der Panoramapunkt bietet die besten Ausblicke auf das neue Berlin.

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    Philharmonie (1963, Hans Scharoun)

    Die Berliner Philharmonie — von Hans Scharoun entworfen, 1963 fertiggestellt, Heimstätte der Berliner Philharmoniker — ist eine der architektonisch bedeutendsten Konzertsäle der Welt und die erste mit 'Weinberg'-Bestuhlung (Bühne allseitig von Sitzreihen umgeben). Die Akustik gilt weithin als die beste der Welt.

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    Neue Nationalgalerie (1968, Mies van der Rohe)

    Die Neue Nationalgalerie — von Ludwig Mies van der Rohe entworfen (sein letztes vollendetes Bauwerk, 1968) — ist einer der Höhepunkte der Architektur des 20. Jahrhunderts: ein 8-stützengetragener Stahl-Glas-Tempel (das Dach ist eine einzige 65×65 Meter große Stahlplatte, 1.200 Tonnen). 2015-2021 von David Chipperfield saniert.

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    Gemäldegalerie und Kunstgewerbemuseum

    Die Gemäldegalerie — 1998 im Kulturforum eröffnet — besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei vom 13. bis 18. Jahrhundert: 1.500 Gemälde, darunter die größte Rembrandt-Sammlung außerhalb der Niederlande, italienische Meister (Botticelli, Raffael, Tizian, Caravaggio) und spanische Meister (Velázquez, Murillo).

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