
Schöneberg, Steglitz und Süd-Berlin: Kennedys Bühne, Bowies Wohnung
Süd-Berlin — die bürgerlichen Wohnviertel von Schöneberg über Steglitz bis Lichterfelde — enthält einige der bedeutsamsten Orte der modernen Stadtgeschichte: das Rathaus Schöneberg, wo Kennedy sich als Berliner bekannte, David Bowies Wohnung und den Botanischen Garten.
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Wittenbergplatz und KaDeWe-Bereich
Die Wittenbergplatz — mit ihrem neobarocken U-Bahnhof (1913, Alfred Grenander, einer der wichtigsten Jugendstil-Bahnhöfe Deutschlands, 1981 sorgfältig restauriert) — ist das kommerzielle Zentrum des West-Berliner Haupteinkaufsviertels. Ein Schild vor dem Bahnhof listet die Namen der Nazi-Konzentrationslager auf. Die Schöneberger Nebenstraßen beherbergen einige der etabliertesten unabhängigen Restaurants der Stadt.
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Rathaus Schöneberg und John-F.-Kennedy-Platz
Das Rathaus Schöneberg (1914) — Sitz der West-Berliner Stadtregierung 1948-1990 — ist der Schauplatz der berühmtesten Rede, die je in Berlin während des Kalten Krieges gehalten wurde: John F. Kennedys 'Ich bin ein Berliner' am 26. Juni 1963 vor schätzungsweise 450.000 Berlinern. Der Platz wurde 1963 in John-F.-Kennedy-Platz umbenannt; eine Replik der Freedom Bell (1950 von der US-Regierung geschenkt) hängt im Turm.
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David Bowies Berlin (Hauptstraße 155, 1976-1978)
Die Wohnung in der Hauptstraße 155 in Schöneberg — wo David Bowie Ende 1976 bis Anfang 1978 lebte, geteilt mit Iggy Pop — ist einer der wichtigsten Orte der Kulturgeschichte Berlins. Bowie kam nach Berlin, um der Drogensucht zu entkommen; hier entstand (mit Brian Eno und Tony Visconti) die 'Berlin-Trilogie': 'Low' (1977), 'Heroes' (1977, aufgenommen im Hansa Studio mit Blick auf die Mauer) und 'Lodger' (1979).
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Botanischer Garten und Botanisches Museum (1897-1910)
Der Botanische Garten Berlin — 1897-1910 an seinem heutigen Standort in Dahlem/Lichterfelde angelegt — ist der drittgrößte Botanische Garten der Welt: 43 Hektar mit 22.000 Pflanzenarten. Die 16 Gewächshäuser (das Große Tropenhaus, 25 Meter hoch) sind die bedeutendsten erhaltenen Gewächshausbauten des 19. Jahrhunderts in Deutschland.
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Domäne Dahlem und Freie Universität
Dahlem — der dörfliche Bezirk im Südwesten Berlins — beherbergt die Domäne Dahlem (Museumslandwirtschaft) und die Freie Universität Berlin (gegründet 1948 von Lehrenden und Studierenden, die die Humboldt-Universität unter sowjetischer Kontrolle verließen, jetzt eine führende Forschungsuniversität mit 9 Nobelpreisträgern). Der Campus wurde 1963-1973 von Candilis-Josic-Woods im 'mat building'-Stil entworfen.
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Lichterfelde und Villenkolonie
Lichterfelde — der ehemalige Vorort, 1920 eingemeindet — enthält die vollständigste Konzentration wilhelminischer und frühmoderner Villenarchitektur in Berlin. Es enthält auch die ehemalige Preußische Kadettenanstalt (jetzt Bundesarchiv) und den Geburtsort des Dichters Kurt Tucholsky (1890-1935). Die Lichtenfelder Straßenbahn (1881) war die erste elektrische Straßenbahn der Welt.