Königliches Buda: Burgviertel, Matthiaskirche und Fischerbastei
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Königliches Buda: Burgviertel, Matthiaskirche und Fischerbastei

Das Burgviertel auf Budas Kalksteinplateau ist Budapests besterhaltenes mittelalterliches Viertel und das UNESCO-Welterbeherz der Stadt — ein befestigter Hügelkomplex aus Königspalästen, gotischen Kirchen und Barockbürge­rhäusern. Von der Fischerbastei öffnet sich das theatralischste Panorama Mitteleuropas.

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    Budaer Burg (Königspalast)

    Die Budaer Burg nimmt das südliche Ende des Burgbergs ein. Die ursprüngliche mittelalterliche Königsresidenz datiert auf die Árpáden-Dynastie des 13. Jahrhunderts; ihre größte Blüte erlebte sie unter König Matthias Corvinus in den 1480ern. Nach der Zerstörung beim 50-tägigen Belagerung 1945 beherbergt sie heute die Ungarische Nationalgalerie und das Budapester Stadtgeschichtsmuseum, dessen Ausgrabungen mittelalterliche Keller, gotische Statuen und Renaissancefontänen enthüllten.

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    Matthiaskirche (Mátyás-templom)

    Ungarns ornamentiertestes gotisches Gebäude, erkennbar am Dach aus Zsolnay-Keramikziegeln mit Rautenmuster aus der Restaurierung der 1890er Jahre. Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Sisi wurden hier 1867 in der Zeremonie zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie gekrönt; Franz Liszt komponierte speziell eine Krönungsmesse für den Anlass.

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    Fischerbastei (Halászbástya)

    1895-1902 als rein dekorative Panoramaterrasse erbaut, symbolisieren die sieben neoromanischen Türme die sieben Magyarenstämme, die Ungarn 895 gründeten. Die Obere Terrasse bietet Budapests schönste Panoramaaussicht: die gesamte Donauschleife, das Parlament, die Kettenbrücke und alle großen Boulevards von Pest.

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    Dreifaltigkeitsplatz (Szentháromság tér)

    Der Hauptplatz des Burgviertels wird von der Dreifaltigkeitssäule (1713) dominiert, errichtet als Votivdenkmal nach der Pest, die ein Drittel der Budaer Bevölkerung tötete. Er beherbergt auch das Reiterstandbild Stephans I., des ersten christlichen Königs Ungarns, der die Magyaren um das Jahr 1000 zum Christentum bekehrte.

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    Bürgerhäuser im Burgviertel

    Das Straßennetz zwischen Matthiaskirche und Königspalast bewahrt Budapests intaktestes mittelalterliches und barockes Stadtgewebe. Hinter den barocken Fassaden des 18. Jahrhunderts überleben mittelalterliche Keller, gotische Fensternischen und Sedilien in vielen Gebäuden. Das Viertel sitzt auf einem außergewöhnlichen Netzwerk von Naturhöhlen und künstlichen Kellern im Kalkstein.

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    Südmauern des Várnegyed und Aussichten

    Das südliche Ende des Burgbergs bietet Blicke flussabwärts zur Elisabethbrücke und den grünen Hängen des Gellértbergs. Hier stehen das Reiterstandbild Prinz Eugens von Savoyen — der 1686 die habsburgische Rückeroberung Budas nach 145 Jahren osmanischer Besatzung anführte — und das Turul-Vogeldenkmal, Ungarns wichtigstes Ursprungsmythossymbol.

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