Das Jüdische Viertel: Dohány-Synagoge, Gedenkstätte und Ruinenbars
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Das Jüdische Viertel: Dohány-Synagoge, Gedenkstätte und Ruinenbars

Budapests 7. Bezirk — das Erzsébetváros — enthält das größte erhaltene jüdische Viertel Mitteleuropas, zentriert auf die Dohány-Straßen-Synagoge, die größte in Europa. Dieselben Straßen, die die Last des Budapester Ghettos von 1944-45 trugen, beherbergen heute die Ruinenbar-Szene, die Budapest zu einem globalen Reiseziel für das Nachtleben gemacht hat.

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    Dohány-Straßen-Synagoge (Dohány utcai zsinagóga)

    Europas größte Synagoge (1859, Arch. Ludwig Förster) mit 3.000 Sitzplätzen. Ihre zweitürmigen maurischen Kupferkuppeln — inspiriert von der Großen Moschee von Córdoba und der Alhambra — erheben sich 43 Meter. Neben dem Hauptgebäude ehrt der Heldendom (1931) die 10.000 ungarischen Juden, die im Ersten Weltkrieg auf Seiten Österreich-Ungarns kämpfend starben.

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    Ungarisches Jüdisches Museum & Gedenkstätte

    Das Museum im angebauten Flügel der Dohány-Synagoge beherbergt eine der wichtigsten Judaica-Sammlungen Europas. Hinter der Synagoge markiert der Lebensbaum (1991) des Bildhauers Imre Varga das Massengrab von über 2.000 im Ghetto verstorbenen Juden — seine metallenen Trauerweideblätter tragen je einen Opfernamen. Theodor Herzl, Gründer des modernen Zionismus, wurde 1860 in einem Haus neben dem Synagogen-Grundstück geboren.

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    Kazinczy-Straßen-Synagoge & Orthodoxes Viertel

    Einen Block nördlich der Dohány-Synagoge ist die Kazinczy-Synagoge (1913) die Hauptsynagoge der orthodoxen jüdischen Gemeinde Budapests — ein schönes Ungarisches Secessions-Gebäude mit polychrom-keramischer Fassade. Die umliegenden Straßen bewahren die dichteste Konzentration von Vorkriegs-Jüdischen Institutionsgebäuden in Budapest.

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    Szimpla Kert (Ruinenbar)

    2002 in einem verfallenen Wohngebäude in der Kazinczy utca eröffnet, ist es die Gründungsinstitution von Budapests Ruinenbar-Kultur. Szimpla füllt heute einen ganzen Hofkomplex und ist zu einer der meistbesuchten Bars der Welt geworden; sein Sonntagsbauernmarkt, Filmvorführungen und Kunstveranstaltungen haben es ebenso sehr zu einer Kulturinstitution wie zu einer Bar gemacht.

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    Gozsdu Udvar (Hof)

    Der 200 Meter lange Durchgang, der Király utca und Dob utca durch sieben miteinander verbundene Höfe verbindet, wurde 1901 als kommerzieller Durchgang und Wohnkomplex für die jüdische Gemeinschaft errichtet. Er war das soziale Rückgrat des jüdischen Viertels. Nach jahrzehntelangem Verfall restauriert, ist er nun von Restaurants und Bars gesäumt.

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    Király-Straße (Király utca)

    Die Hauptgeschäftsachse des jüdischen Viertels ist heute die dynamischste Straße des Viertels — eine ununterbrochene Abfolge unabhängiger Restaurants, Bars, Cafés und Boutiquen, die den 7. Bezirk zum gastronomischen und Nachtleben-Herz Budapests gemacht hat.

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