
Römisches Budapest: Aquincum, Óbuda und die antike Stadt unter der modernen
Vor Budapest gab es Aquincum — die römische Legionsfestung und Zivilstadt, die vier Jahrhunderte lang als Hauptstadt der Provinz Pannonia Inferior diente. Der Norden Budapests, im Bezirk Óbuda ('Alt-Buda'), verbirgt die größte Ansammlung sichtbarer römischer Überreste in Mitteleuropa.
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Aquincum Museum & Römische Zivilstadtruinen
Das Aquincum Museum (gegründet 1894), innerhalb der ausgegrabenen Reste der römischen Zivilstadt (ca. 100-300 n. Chr.), ist Ungarns wichtigstes römisches Archäologiemuseum. Die Zivilsiedlung — mit 30.000-40.000 Einwohnern auf dem Höhepunkt — liegt weitgehend freigelegt in einem Freilichtarchäologiepark, einschließlich der einzigen erhaltenen tragbaren römischen Orgel (Aquincum-Orgel, 228 n. Chr.).
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Óbudaer Amphitheater (Katonavárosi amfiteátrum)
Das Militäramphitheater von Aquincum, im 2. Jh. n. Chr. erbaut, war eines der größten römischen Amphitheater des Imperiums — seine Arena (86 × 68 m) war größer als die des Kolosseums. Heute ist der elliptische Arenarahmen innerhalb eines modernen Wohngebiets freigelegt.
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Óbudaer Hauptplatz (Fő tér) & Barocker Altstadtkern
Der Óbudaer Hauptplatz ist das historische Zentrum des seit der Römerzeit ununterbrochen bewohnten Stadtbezirks. Gesäumt von Barockgebäuden des 18. Jh., dem Zichy-Mansio (1746, jetzt Vasarely-Museum) und der Skulpturengruppe von Imre Varga mit fünf bronzenen Damen mit Regenschirmen im ewigen Gespräch.
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Römische Herkules-Villa Mosaike (Meggyfa utca)
Die Herkulesv-Villa bewahrt einige der feinsten römischen Mosaike in Mitteleuropa — darunter ein polychromer Boden des 3. Jh. mit den Herkules-Taten und eine Nessus-und-Deianeira-Szene in hervorragendem Zustand. Die Mosaike wurden von Handwerkern aus östlichen Mittelmeer-Werkstätten geschaffen.
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Römisches Zivilamphitheater (Polgárváros)
Ein zweites, kleineres Amphitheater diente der Zivilbevölkerung. In der Nähe können die Reste des römischen Aquädukts, der Aquincum aus den Budaer Hügeln (ca. 4,5 km) versorgte, entlang der modernen Straße verfolgt werden, wobei Steinkanäle und Stützpfeiler gelegentlich aus modernem Pflaster hervortreten.
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HÉV nach Szentendre & Tor zu den Budaer Hügeln
Der Aquincum HÉV-Bahnhof liegt direkt neben den römischen Ruinen. Die Linie fährt 20 km nördlich nach Szentendre, der historischen serbisch-orthodoxen Gemeinschaft und Künstlerkolonie. In die andere Richtung bieten die Budaer Hügel Wandern und die Kindereisenbahn (Gyermekvasút), von Kindern unter Erwachsenenaufsicht betrieben.