Baixa, Chiado & Rossio: Die Pombalinische Stadt und Lissabons Literarisches Herz
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Baixa, Chiado & Rossio: Die Pombalinische Stadt und Lissabons Literarisches Herz

Die Baixa Pombalina ist eines der vollständigsten Beispiele aufklärerischer Stadtplanung der Welt — ein perfekt regelmäßiges Straßengitter, nach dem katastrophalen Erdbeben von 1755 unter dem Marquis von Pombal wiederaufgebaut. Westlich davon ist das Chiado seit dem 18. Jh. Lissabons Kulturviertel.

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    Praça do Comércio & Rua-Augusta-Bogen

    Die Praça do Comércio, Lissabons großer Uferplatz, nimmt den Standort des 1755 zerstörten Ribeira-Palastes ein. Pombal baute den Platz als triumphales Statement rationaler Regierungsführung: drei Seiten gleichförmiger pombalinischer Arkadengebäude, ein Reiterstandbild König Josés I. (1775) und der Rua-Augusta-Bogen (1875).

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    Raster der Baixa Pombalina

    Das Straßenraster der Baixa — begrenzt von der Praça do Comércio im Süden und dem Rossio im Norden — wurde von Militäringenieur Manuel da Maia mit struktureller Innovation entworfen: jedes Gebäude auf einem standardisierten Holz-'Käfig'-Gerüst (gaiola pombalina) als erdbebendämpfendes Skelett — ein frühes Beispiel erdbebenresistenten Bauens.

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    Rossio-Platz (Praça de D. Pedro IV)

    Der Rossio-Platz, Lissabons zentraler öffentlicher Platz seit dem Mittelalter, ist von pombalinischen Gebäuden umgeben und im Norden vom Nationaltheater (1842) verankert. Das wellenförmige schwarz-weiße Mosaikpflaster (calçada portuguesa) entstand 1849. Der Rossio-Bahnhof (1892, Neomauelinische Fassade) bedient die Sintra-Linie.

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    Chiado & Café A Brasileira

    Das Chiado ist seit dem 18. Jh. Lissabons intellektuelles Bohème-Viertel. Das Café A Brasileira (1905), Rua Garrett, ist das bekannteste dieser Einrichtungen mit einem Jugendstil-Interieur. Draußen lädt eine Bronzestatue von Fernando Pessoa (1985), Portugals größtem modernen Dichter (1888-1935), Passanten ein, seinen Tisch zu teilen.

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    Elevador da Glória & Aussichtspunkt São Pedro de Alcântara

    Der Elevador da Glória (1885), eine der berühmten Standseilbahnen Lissabons, fährt den steilen Hügel zum Bairro Alto hinauf — eine 232-Meter-Fahrt bei 17,6% Steigung. Oben bietet der Aussichtspunkt São Pedro de Alcântara eines der vollständigsten Panoramen Lissabons über São-Jorge-Burg und Alfama.

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    Bairro Alto & Largo do Chiado

    Das Bairro Alto, im 16. Jh. erbaut, beherbergt tagsüber kleine Restaurants und unabhängige Läden; nachts verwandelt es sich in eine der dichtesten Ausgehzonen Lissabons. Der Largo do Chiado flankiert zwei Kirchen und die Bertrand-Buchhandlung — die weltweit älteste ununterbrochen operierende Buchhandlung, seit 1732 durchgehend geöffnet.

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