
Mouraria, Intendente & Graça: Lissabons Authentischste Viertel
Nördlich von Alfama und der Kathedrale steigt der Hügel durch Mouraria — das Maurenviertel, wo Lissabons muslimische Bevölkerung nach der christlichen Rückeroberung von 1147 eingesperrt wurde — bis Graça auf, dem authentischsten Lissaboner Viertel auf den östlichen Hügeln.
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Mouraria-Viertel & Largo do Intendente
Mouraria ist das Viertel, in dem die maurischen Bewohner Lissabons nach der christlichen Eroberung bleiben durften — hinter den Stadtmauern segregiert bis ins 18. Jh. Heute beherbergen seine engen Gassen große chinesische, südasiatische, kapverdische und brasilianische Einwanderergemeinschaften. Die berühmte Kachelfabrik Viúva Lamego (1849) verankert eine Seite des Platzes.
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Martim-Moniz-Platz & Fados Ursprünge in Mouraria
Die Praça Martim Moniz ist Lissabons multikulturellster öffentlicher Raum. Mouraria gilt als die Wiege des Fado; María Severa (1820-1846), die berühmte Fado-Sängerin, die als Gründungsstimme des Genres gilt, wurde in Mourarias Gassen geboren und starb dort.
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Graça-Aussichtspunkt (Miradouro da Graça)
Der Miradouro da Graça vor der Graça-Kirche aus dem 17. Jh. ist der bei Einheimischen beliebteste Aussichtspunkt Lissabons — seine Bänke sind abends mit Anwohnern aller Altersgruppen gefüllt, die Essen zum Mitnehmen teilen und den Sonnenuntergang hinter der São-Jorge-Burg beobachten.
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Santo-Cristo-dos-Milagres-Kapelle & Azulejo-Pfad
Die Kapelle Santo Cristo dos Milagres ist Mittelpunkt der Festas dos Santos Populares — Lissabons wichtigstem Volksfest (Juni, besonders Santo António am 12.-13. Juni), wenn Mourarias enge Gassen mit Papierlaternen geschmückt werden und Straßentänze und Prozessionen das Viertel beleben.
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Rua Portas de Santo Antão & Coliseu dos Recreios
Die Rua das Portas de Santo Antão, die Fußgängerzone nördlich des Restauradores-Platzes, ist gesäumt von Lissabons größten traditionellen Meeresfrüchterestaurants. Am Ende liegt das Coliseu dos Recreios (1890) — eine der feinsten Unterhaltungseinrichtungen des späten 19. Jh. in Europa, ein Rundbau mit Glasdach, der 130 Jahre lang Zirkus, Oper und Konzerte beherbergt hat.
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Nationalmuseum der dekorativen Künste (Museu Nacional do Azulejo)
Das Museu Nacional do Azulejo, im ehemaligen Madre-de-Deus-Kloster (gegründet 1509) im Xabregas-Viertel, ist das weltweit führende Museum für die Geschichte des Azulejos. Sein bedeutendstes Stück ist ein 36 Meter langes blau-weißes Kachelpaneel (ca. 1700-1725) mit einem Panoramablick auf das vordbeben-Lissabon.