Sintra: Paläste, Mystik und die Mondberge
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Sintra: Paläste, Mystik und die Mondberge

Sintra, die Hügelstadt 30 km nordwestlich von Lissabon, war jahrhundertelang die Sommerresidenz des portugiesischen Königshauses und ist heute UNESCO Kulturlandschaft (1995) — eine einzigartig dichte Konzentration romantischer Paläste, maurischer Ruinen, mystischer Gärten und exzentrischer 19.-Jh.-Follies.

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    Pena-Palast (Palácio Nacional da Pena)

    Zwischen 1842 und 1854 für König Ferdinand II. erbaut, ist er das extravaganteste Beispiel romantischer Architektur Portugals. Architekt Wilhelm Ludwig von Eschwege entwarf ein fantastisches Ensemble aus mittelalterlichem Kloster, Manuelin-Portal, maurisch inspirierten Türmen und neogotischen Zinnen, in leuchtendem Ockergelbem und Terrakotta-Rot gestrichen.

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    Maurenburg (Castelo dos Mouros)

    Das Castelo dos Mouros, eine maurische Befestigung auf dem Felsgrat über Sintra, wahrscheinlich im 8. oder 9. Jh. erbaut, wurde 1147 von den Portugiesen erobert. Die Blicke von seinen Türmen sind spektakulär — der Pena-Palast auf einem höheren Grat, die Atlantikküste bei Cascais und Estoril, und Lissabon in anderer Richtung.

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    Quinta da Regaleira

    Die zwischen 1904 und 1910 für den exzentrischen Millionär António Augusto Carvalho Monteiro erbaute Quinta da Regaleira ist Sintras mysteriösestes Anwesen. Die Gärten sind durchzogen von unterirdischen Gängen, Grotten, Kunstseen und dem Initiationsschacht — einem invertierten Turm, der 27 Meter durch neun spiralförmige Absätze hinabführt. Carvalho Monteiro war Freimaurer und Rosenkreuzer.

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    Nationalpalast Sintra

    Portugals besterhaltener mittelalterlicher Königspalast, vom 14. bis 19. Jh. in kontinuierlichem Gebrauch. Das markanteste Äußeres ist das Paar riesiger konischer Schornsteine (25 Meter) über den Küchen. Das Innere umfasst den Elstern-Saal, den Schwan-Saal und den Arabischen Saal mit maurischen geometrischen Fliesenmuster.

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    Monserrate-Palast & Gärten

    Der Monserrate-Palast (1858-1865) ist eine maurisch-gotisch-indische eklektische Fantasie mit einem außergewöhnlichen Stuckmuqarnas-Gewölbe in der zentralen Rotunde — direkt von der Alhambra in Granada inspiriert. Die Gärten umfassen 30 Hektar mit über 3.000 Pflanzenarten aus aller Welt.

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    Wanderwege in den Sintra-Hügeln & Cascais

    Die Serra de Sintra bietet ein außergewöhnliches Netz von Wanderwegen, die die wichtigsten Paläste und Gärten verbinden. Die klassische Kammwanderung vom Pena-Palast zur Maurenburg und hinunter nach Sintra dauert 2-3 Stunden. Das Cabo da Roca, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes, ist 14 km entfernt.

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