
Plowdiw als Kulturhauptstadt: Oper, Orpheus & die Sieben Hügel
Entdecken Sie, was Plowdiw zu Bulgariens Kulturhauptstadt machte – Oper in einem 2.000 Jahre alten römischen Theater, das mythologische Erbe des Orpheus in den Rhodopen, eine blühende literarische Tradition, „First Friday“-Galerieabende in Herrenhäusern der Nationalen Wiedergeburt und das außergewöhnliche geologische Drama einer Stadt, die auf sieben vulkanischen Hügeln erbaut wurde.
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Plowdiw als Europäische Kulturhauptstadt 2019
Plowdiw war die erste bulgarische Stadt, die den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ trug (2019, zusammen mit Matera, Italien). Das einjährige Programm – unter dem Motto „Zusammen“ – umfasste 500 Veranstaltungen, 200 neue Kunstwerke und transformierte die Infrastruktur und das kulturelle Selbstvertrauen der Stadt. Das Erbe lebt weiter: Kapana bleibt belebt, das römische Theater beherbergt Sommeropern und die Besucherzahlen haben sich seit 2018 verdoppelt.
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Open Arts Festival & Sommerkulturprogramm
Plowdiws Sommerkalender gehört zu den ambitioniertesten Bulgariens. Das Opernfestival Opera Open (Juni–Juli) inszeniert Oper und Ballett auf der antiken Bühne des römischen Theaters; die Nacht der Museen und Galerien (September) öffnet alle Institutionen kostenlos von 18 bis 24 Uhr; das Plowdiw Film Fest und der Stadtbasar (Kunsthandwerkermarkt) füllen verschiedene Wochenenden während der wärmeren Monate.
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Orpheus – Plowdiws mythologische Identität
Die antike thrakische Mythologie verortete den Geburtsort des Orpheus – des göttlichen Musikers des griechischen Mythos – in den Rhodopen oberhalb von Plowdiw. Die Stadt hat diese mythologische Identität voll und ganz angenommen: Das Orpheus-Festival feiert Musik und Poesie; Straßenstatuen und Wandmalereien zeigen Orpheus; und die Verbindung zwischen Musik, Mythologie und Landschaft bleibt zentral für Plowdiws kulturelles Selbstverständnis.
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Plowdiws literarisches Erbe
Ivan Wasow – Bulgariens Nationaldichter, Autor des Romans „Unter dem Joch“ (1893) – wurde in Sopot bei Plowdiw geboren und verbrachte hier seine prägenden Jahre. Der Plowdiwer Literaturkreis des späten 19. Jahrhunderts war während der Nationalen Wiedergeburt von zentraler Bedeutung für die bulgarische Nationalliteratur. Die literarische Café-Tradition ist nach wie vor stark; die Plowdiwer Buchmesse im Herbst ist die größte in Bulgarien außerhalb von Sofia.
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Zeitgenössische Kunstgalerien in der Altstadt
Die Herrenhäuser der Nationalen Wiedergeburt in der Altstadt beherbergen eine außergewöhnliche Konzentration kommerzieller und öffentlicher Galerien. Die Kunstgalerie der Stadt Plowdiw im zentralen Gemeindegebäude beherbergt eine ständige Sammlung bulgarischer Kunst; das Balabanow-Haus beherbergt Kammermusik und Wechselausstellungen; und Dutzende privater Ateliers öffnen für die „First Friday“-Galerieabende jeden Monat und verwandeln die Altstadt in eine Open-Air-Galerie.
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Plowdiws sieben Hügel & heilige Geographie
Plowdiw ist auf sieben Syenithügeln erbaut – eine seltene geologische Formation, die durch vulkanische Intrusion entstand. Die Hügel prägten die antike thrakische Besiedlung der Stadt, ihre römische Entwicklung und ihre heutige Stadtform. Jeder Hügel hat einen eigenen Charakter: Nebet Tepe (Geschichte), Dschambas Tepe (römisches Theater), Taksim Tepe (Altstadt), Sahat Tepe (Wasserturm), Bunardschika (Alyoscha) und die beiden neueren Hügel Markowo Tepe und Mladezhi Halm.
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