Largo Argentina, Campo de' Fiori und die Altstadt: Wo Cäsar fiel und Bruno verbrannte
Zurück zu Reiseführer
Routerome

Largo Argentina, Campo de' Fiori und die Altstadt: Wo Cäsar fiel und Bruno verbrannte

Das Gebiet um Campo de' Fiori, Largo Argentina und Piazza Venezia enthält einige der historisch aufgeladensten Orte Roms. Wenige Gehminuten voneinander entfernt: die Ruinen des Pompejus-Theaterkomplexes, wo Julius Cäsar an den Iden des März 44 v. Chr. erstochen wurde; der Platz, auf dem Giordano Bruno 1600 wegen Ketzerei verbrannt wurde; und die Fassade des Vittoriano, die das formale Zentrum des modernen Italien markiert.

  1. 1

    Largo di Torre Argentina — Wo Julius Cäsar getötet wurde

    Largo di Torre Argentina, ein großes unterirdisches archäologisches Gebiet im Zentrum Roms, enthält die Ruinen von vier der ältesten Tempel der Stadt und ist vor allem die Stätte des Portikus des Pompeius—der Versammlungshalle des Pompejus-Theaters, in der der Römische Senat am 15. März 44 v. Chr. tagte, als Julius Cäsar ankam und 23 Mal erstochen wurde. Der Ort ist heute vor allem für seine ansässige Katzenkolonie bekannt—Hunderte von Streunern, die von einer freiwilligen Organisation versorgt werden—was einem der historisch bedeutsamsten Orte der Welt eine surrealistische Note verleiht.

  2. 2

    Campo de' Fiori — Geschichtlich aufgeladener Marktplatz

    Campo de' Fiori ist der Standort der Statue von Giordano Bruno und bietet einen der besten Frischwarenmärkte Roms (7–14 Uhr, täglich außer sonntags). Die Statue—bewusst mit dem Rücken zum Vatikan platziert—verdient eine Pause: Die Inschrift lautet schlicht 'A Bruno / Il Campo de' Fiori' mit Geburts- und Todesdaten.

  3. 3

    Palazzo Farnese — Der schönste Renaissancepalast Roms

    Der Palazzo Farnese, ab 1517 für Kardinal Alessandro Farnese (später Papst Paul III.) von Antonio da Sangallo dem Jüngeren erbaut und von Michelangelo vollendet (der das dramatische Gesims und das dritte Stockwerk entwarf), gilt allgemein als der schönste Renaissancepalast in Rom. Das piano nobile enthält den bedeutendsten weltlichen Freskenzyklus der Hochrenaissance: die Carracci-Galerie (Annibale Carracci, 1597–1608). Das Gebäude ist seit 1635 die Französische Botschaft.

  4. 4

    Der Schildkrötenbrunnen und der Rand des Jüdischen Ghettos — Roms zartester Brunnen

    Die Fontana delle Tartarughe ('Schildkrötenbrunnen'), 1581–1584, auf der Piazza Mattei am Rand des ehemaligen Jüdischen Ghettos, ist einer der beliebtesten und meistfotografierten Brunnen Roms. Die Gestaltung zeigt vier Bronzejünglinge, die jeweils mit einem Fuß auf dem Kopf eines Delphins stehen und eine Schildkröte zum Oberbecken heben. Die originalen Schildkröten befinden sich jetzt in den Kapitolinischen Museen.

  5. 5

    Santa Maria sopra Minerva — Die einzige gotische Kirche Roms

    Santa Maria sopra Minerva ist die einzige gotische Kirche Roms: das Innere mit seinem blauen Gewölbe, verziert mit goldenen Sternen und schlanken Spitzbögen, unterscheidet sich verblüffend von allen anderen Hauptkirchen der Stadt. Fra Angelico ist hier begraben; Michelangelos Christus der Erlöser (1519–20) steht neben dem Hochaltar. Berninis Elefant mit Obelisk auf der kleinen Piazza della Minerva davor ist eines der überraschendsten und charmantesten Denkmäler Roms.

  6. 6

    Piazza Venezia und das Vittoriano — Das formale Zentrum des modernen Italiens

    Die Piazza Venezia ist das geografische Zentrum Roms. Der Platz wird vom Vittoriano (offiziell Altare della Patria) dominiert, dem riesigen weißen Marmorneokl assizismus-Monument für Viktor Emanuel II. (erster König des vereinten Italiens). Römer nennen es 'Hochzeitstorte' oder 'Schreibmaschine'. Der Palazzo Venezia, der venezianische Palast aus dem 15. Jahrhundert gegenüber dem Platz, war von 1929 bis 1943 Mussolinis Hauptquartier; er hielt seine Reden vom zentralen Balkon.

#ancient#history#cats#markets#architecture