Palazzo del Quirinale, Via Veneto und Kapuzinergruft: Von Barockischer Macht zur Dolce-Vita-Glamour
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Palazzo del Quirinale, Via Veneto und Kapuzinergruft: Von Barockischer Macht zur Dolce-Vita-Glamour

Der Quirinal und die Via Veneto repräsentieren zwei der markantesten Identitäten Roms: den Quirinal, den größten und höchsten der sieben Hügel Roms, Standort der päpstlichen Sommerresidenz (1583–1870) und jetzt offizielle Residenz des Präsidenten der Italienischen Republik; und die Via Veneto, den breiten, von Bäumen gesäumten Boulevard, der das Epizentrum der Dolce-Vita-Ära war (Fellinis Film, 1960).

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    Palazzo del Quirinale — Italiens höchstes Amt

    Der Palazzo del Quirinale, auf dem Quirinal (dem höchsten der sieben Hügel Roms mit 61 Metern), wurde ab 1583 als Sommerresidenz für Papst Gregor XIII. errichtet. Er diente von 1592 bis 1870 als päpstliche Hauptresidenz, als italienische Truppen in Rom einmarschierten. Das Gebäude hat 1.200 Räume auf einem Gelände von 110.000 Quadratmetern. Die Piazza del Quirinale enthält eine der besten städtischen Kompositionen Roms: zwei antike römische Marmor-Rossebändiger (die Dioskuren) flankieren einen ägyptischen Obelisken.

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    Piazza Barberini und der Tritonen-Brunnen — Berninis größter Brunnen

    Die Piazza Barberini enthält zwei der schönsten Brunnen Berninis: die Fontana del Tritone (1643) in der Mitte—von vielen Kunsthistorikern als Berninis größtes bildhauerisches Meisterwerk in Bronze angesehen—zeigt den Meeresgott Triton kniend auf vier aufwärts gebogenen Delfinsschwänzen, der durch eine Muschel einen Wasserstrahl in den Himmel bläst; und die kleinere Fontana delle Api (1644). Der benachbarte Palazzo Barberini (jetzt die Nationale Galerie Antiker Kunst) enthält Raffaels La Fornarina, Caravaggios Judith und Holofernes und Holbein des Jüngeren Heinrich VIII.

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    Via Veneto — Die Straße der Dolce Vita

    Die Via Vittorio Veneto war in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren Roms glamouröseste Straße: Die US-Botschaft zog Diplomaten und Prominente an; Luxushotels zogen Filmstars an; die Außentische des Café de Paris und Harry's Bar wurden zum Treffpunkt der Paparazzi. Federico Fellini filmte die Eröffnungssequenz von La Dolce Vita (1960) auf dieser Straße.

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    Kapuzinergruft — Der makaberste Ort in Rom

    Die Kapuzinergruft (Cripta dei Cappuccini), unter der Kirche Santa Maria della Concezione dei Cappuccini an der Via Veneto, ist einer der außergewöhnlichsten und beunruhigendsten Orte in Rom: fünf kleine Räume, deren Wände, Decken und Seitenkapellen vollständig mit den Knochen und mumifizierten Überresten von etwa 3.700 Kapuzinermönchen dekoriert sind, die zwischen 1528 und 1870 starben. Ein Schild am Ausgang lautet: 'Was ihr jetzt seid, das waren wir einst; was wir jetzt sind, das werdet ihr sein.'

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    Prati — Das Viertel hinter dem Vatikan

    Prati ('Wiesen') ist das große, nach Rasterplan angelegte Wohn- und Geschäftsviertel am rechten Tiberufer, unmittelbar nördlich des Vatikans. In den 1880er Jahren nach der Einigung Italiens entwickelt, ist es ein solide bürgerliches, entschieden nicht-touristisches Viertel mit guten Familienrestaurants, unabhängigen Buchhandlungen, ausgezeichneten Kaffeebars und Lebensmittelgeschäften, die auf die lokale Bevölkerung ausgerichtet sind.

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    Piazza Cavour — Das juristische und literarische Herz Roms

    Die Piazza Cavour, benannt nach Camillo Benso, Graf von Cavour, dem Architekten der italienischen Einigung, ist der wichtigste öffentliche Platz des Prati-Viertels. Der Palazzo di Giustizia (1910), Sitz des Italienischen Kassationsgerichtshofs, ist eines der bombastischsten Beispiele italienischer neobaro cker Zivilarchitektur (Römer nennen ihn den Palazzaccio, 'den hässlichen Palast'). Der Platz grenzt an den Lungotevere Prati, von dem aus die Ansichten der Engelsburg und der Kuppel des Petersdoms besonders schön bei klaren Abenden sind.

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