
Seattles Food-Szene – Pazifische Meeresfrüchte, Craft Beer & Farm-to-Table
Seattles Esskultur (die "farm-to-table"-orientierteste Großstadt an der amerikanischen Westküste, verwurzelt in der außergewöhnlichen Vielfalt der Zutaten des pazifischen Nordwestens – der wilde Alaska-Lachs (Chinook/König, Sockeye/Rot, Coho/Silber, Pink und Chum), die Dungeness-Krabbe, die Pazifischen Austern (die Olympia-Auster (Ostrea lurida – die einzige an der Pazifikküste Nordamerikas heimische Austernart) und die gezüchtete Pazifische Auster (Crassostrea gigas, 1920er Jahre aus Japan eingeführt)), die Rainier-Kirschen, die Walla-Walla-Süßzwiebeln und die außergewöhnliche Vielfalt an Wildpilzen): Seattle ist die einzige große amerikanische Stadt, in der der Bauernmarkt (Pike Place Market) gleichzeitig die wichtigste Touristenattraktion ist.
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Pike Place Market – Amerikas ältester Bauernmarkt (1907)
Der Pike Place Market (85 Pike Street, der Ufermarkt über dem Puget Sound, 1907, über 4 Hektar, über 80 feste Stände, über 100 Handwerksstände, der älteste durchgehend betriebene Bauernmarkt in den USA) ist das kommerzielle Herz der Seattler Esskultur – der Pike Place Fish Market (der Stand, an dem Fischhändler sich bekanntermaßen große Lachse zuwerfen, die "Flying Fish"-Tradition wurde in den 1930er Jahren etabliert, um die Menge zu unterhalten und gleichzeitig die Arbeiter bei Kälte aktiv zu halten) und der ursprüngliche Starbucks (Pike Place, 1971, die erste Filiale der Rösterei, das braune Logo im Gegensatz zum aktuellen grünen) sind die beiden touristischen Ankerpunkte; der Markt ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
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Dungeness-Krabbe und Lachs – der Reichtum des Puget Sound
Seattles Meeresfrüchte werden von zwei Arten bestimmt: der Dungeness-Krabbe (die große Pazifikkrabbe, erhältlich von Oktober bis Januar, lebend und gekocht auf dem Pike Place und den Fischmärkten des International District erhältlich, 30–50 $/Krabbe) und dem Pazifischen Lachs (wilder Chinook/Königslachs ist die Premium-Art, erhältlich Juni–September; Sockeye-Lachs – leuchtend rot, am geschmackvollsten – Juli–August; Coho – Herbst; der Copper River Chinook, der erste Wildlachs der Saison, ist das am meisten erwartete Lebensmittel im Pazifischen Nordwesten, kommt Ende Mai für 60+ $/Pfund an); die Rückkehr des Seattler Lachses wird an der Ballard Locks Fischtreppe verfolgt (kostenlos, täglich).
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Craft Beer Szene – Fremont Brewing und der Ballard Corridor
Seattles Craft-Beer-Szene konzentriert sich in Ballard (dem ehemaligen skandinavischen Fischerviertel, jetzt mit über 10 Brauereien innerhalb von 1 km) – Fremont Brewing (1050 N 34th Street, 2009, die größte Craft-Brauerei in Washington, Biergarten im Freien, Montag–Sonntag 11–21 Uhr, kein Essen, aber Food Trucks erlaubt) und Reuben's Brews (5010 14th Avenue NW, mehrfach preisgekrönte Hazy IPAs) sind die Maßstäbe; die jährliche Seattle Beer Week (Mai, 10 Tage, über 100 Veranstaltungen an über 80 Orten) ist das meistbesuchte Bierkultur-Event im Pazifischen Nordwesten.
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Ballard Sunday Farmers Market – Ganzjähriger Wochenmarkt
Der Ballard Farmers Market (Ballard Avenue NW, Sonntag 10–15 Uhr, ganzjährig, über 100 Händler) ist der beste ganzjährige Bauernmarkt in Seattle – der Wintermarkt (Oktober–April, wenn die Produkte des pazifischen Nordwestens Wurzelgemüse, Wintergrün, Lageräpfel und gesammelte Pilze sind) ist genauso überzeugend wie der Sommermarkt; die Pilzhändler (Foraged & Found Edibles – der professionelle Sammler) bringen Pfifferlinge, Steinpilze, Igelstachelbärte und Matsutake; die Geoduck-Muschelhändler (die 2 m langen, am Pazifik wachsenden Muscheln, die im Puget Sound gezüchtet werden, ganz für 30–60 $/Pfund verkauft) sind die optisch eindrucksvollsten.
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Tom Douglas Restaurantimperium – Seattles kulinarischer Pionier
Tom Douglas (der Koch, der die moderne Seattler Küche erfand, indem er Zutaten des Pazifischen Nordwestens mit globalen Einflüssen kombinierte, beginnend mit der Dahlia Lounge im Jahr 1989) betreibt heute 13 Restaurants in Seattle, darunter das Canlis-Konkurrent Lola (griechisch beeinflusst, Pioneer Square), das Serious Pie (Westlake, Holzofenpizza mit Belägen aus dem Pazifischen Nordwesten, einschließlich Brennnesselpesto) und das Palace Kitchen (die Late-Night-Cocktailbar und Rotisserie, geöffnet bis 2 Uhr morgens) – Douglas' Ansatz (Dungeness-Krabben-Mac-and-Cheese, Triple Coconut Cream Pie, warme Donuts mit Vanillebohnen-Semifreddo) definiert das zeitgenössische Seattler Soul Food.
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Amazon Spheres – Der Indoor-Regenwald im Corporate Seattle
Die Amazon Spheres (2101 7th Avenue, South Lake Union, 2018, NBBJ Architects, 3 miteinander verbundene Glaskuppeln, 40.000 Pflanzen aus 400 Arten) sind Amazons unkonventioneller Büroraum am Seattler Hauptsitz – die Sphären (öffentlich zugänglich über reservierte Touren, erhältlich auf amazon.com/spheres, kostenlose Samstagmorgen-Touren, Vergabe der Tickets nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst") beherbergen Pflanzen aus dem Regenwald Borneos, dem ecuadorianischen Nebelwald und dem australischen Busch; der Innenraum (ein 4-stöckiges Glasatrium mit schwebenden Gehwegen, einem großen Baumhaus-Besprechungsraum und einer lebenden Wand) wurde eher für das Wohlbefinden der Mitarbeiter als für den öffentlichen Zugang konzipiert.
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