
Klimt und Barocker Glanz: Belvedere bis Karlskirche
Prinz Eugen von Savoyen errichtete das Belvedere als prächtigsten Privatpalast im Wien des 18. Jahrhunderts; das Obere Belvedere beherbergt heute Klimts Der Kuss. Die Route führt weiter zur Karlskirche, dem Meisterwerk Fischers von Erlach.
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Oberes Belvedere
Zwischen 1717 und 1723 von Hildebrandt für Prinz Eugen erbaut, beherbergt es heute die Österreichische Galerie Belvedere. Das Herzstück ist Klimts Der Kuss (1907-08), eine 180×180 cm große Leinwand zweier in Blattgoldmosaik gehüllter Figuren. Bedeutende Werke von Egon Schiele und Oskar Kokoschka ergänzen die Sammlung.
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Unteres Belvedere und Barockmuseum
Das Untere Belvedere, seit 1716 Prinz Eugens eigentliche Sommerresidenz, besitzt den Marmorsaal und das Goldkabinett als Wiens feinste Barockinterieurs. Die Orangerie zeigt mittelalterliche österreichische Kunst und die originalen Bleifiguren aus der Sphinxallee.
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Orangerie
Die 120 Meter lange Orangerie des Unteren Belvedere (1712) war der Schauplatz der ersten öffentlichen Aufführung von Beethovens Siebenter Sinfonie im Dezember 1813, dirigiert vom Komponisten selbst bei einem Benefizkonzert für Verwundete der Schlacht bei Hanau. Der zweite Satz wurde sofort wiederholt.
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Belvedere-Gärten
Die Belvedere-Gärten (1700-1725) sind das feinste erhaltene Beispiel eines Barockgartens in Wien. Ihre Geometrie aus drei absteigenden Terrassen schafft eine einzigartige theatralische Komposition. Sphinxen und allegorische Figuren sind aus dem 18. Jahrhundert (Originale in der Orangerie). Der Garten ist frei zugänglich.
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Karlskirche
Die Karlskirche (1716-1737), von Fischer von Erlach Vater und Sohn, ist das Hauptbeispiel österreichischer Barockarchitektur. Kaiser Karl VI. ließ sie nach der Pestepidemie von 1713, die über 8.000 Wiener tötete, erbauen. Ihre einzigartige Fassade mit zwei freistehenden 33 Meter hohen Trajansäulen ist unverwechselbar; die Kuppelfresken können heute von einer modernen Panoramaplattform mit Aufzug aus nächster Nähe betrachtet werden.
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Schwarzenbergplatz
Einer der prachtvollsten Plätze Wiens, mit dem Reiterstandbild Prinz Schwarzenbergs in der Mitte. Das Sowjetische Kriegerdenkmal dahinter (1945) ist das einzige sowjetische Kriegerdenkmal Westeuropas an seinem ursprünglichen Standort, von Österreich gemäß dem Staatsvertrag von 1955 erhalten.