
Kaffeehaus-Wien: Vom Café Central nach Josefstadt
Das Wiener Kaffeehaus ist immaterielles Kulturerbe der UNESCO — eine spezifische Institution mit Zeitungen auf Haltern, Marmortischen und gemächlichen Kellnern, wo eine einzige Kaffeebestellung das Recht einschließt, den ganzen Tag zu bleiben. Diese Route verbindet Wiens bekannteste Kaffeehäuser mit dem 8. Bezirk Josefstadt.
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Café Central
1876 im Palais Ferstel eröffnet, ist es das architektonisch spektakulärste Kaffeehaus Wiens, mit seinen gewölbten Marmordecken, bemalten Bögen und Marmortischen. Intellektuelles Zentrum des Wiener Fin de Siècle: Leo Trotzki spielte hier 1907-1913 Schach (eine Papiermaché-Figur von ihm sitzt noch am Eingang), Freud, Schnitzler, Hofmannsthal und Adler waren Stammgäste. 1944 geschlossen, sorgfältig restauriert und 1986 wiedereröffnet.
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Café Landtmann
1873 gegenüber dem Rathaus gegründet, ist es Wiens politisch vernetztes Kaffeehaus. Freud, Mahler, Adolf Loos und alle österreichischen Bundeskanzler seit Karl Renner waren Gäste. Die Gartenterrasse mit Blick auf den Rathauspark ist einer der schönsten Outdoor-Kaffeeplätze der Stadt.
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Theater in der Josefstadt
1788 gegründet, ist es Wiens ältestes ununterbrochen betriebenes Theater in seinem Originalgebäude. Max Reinhardt verwandelte es 1924 von einem kleinen Varietétheater in ein renommiertes Repertoire-Ensemble-Theater. Heute ist es ein öffentlich gefördertes Repertoire-Theater mit festem Ensemble.
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Piaristenkirche (Maria Treu)
Zwischen 1698 und 1753 vom Piaristenorden gebaut, zählt der Deckenfreskenzyklus von Franz Anton Maulbertsch (1752) — dem bedeutendsten österreichischen Barockmalers — als größter Maulbertsch-Auftrag noch am Originalstandort.
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Altes AKH (Altes Allgemeines Krankenhaus)
Von Joseph II. zwischen 1783 und 1796 als Europas größtes Krankenhaus erbaut, bildet es heute den Hauptcampus der Universität Wien. Sein außergewöhnlicher Hofkomplex mit zehn vernetzten Innenhöfen ist ein verstecktes Wiener Juwel. Semmelweis entdeckte hier 1847 das Händewaschen; Freud absolvierte hier seine Assistenzzeit.
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Volksoper
Wiens zweites Opernhaus nach der Staatsoper, 1898 erbaut, bietet Operette, Musiktheater und Oper zu günstigeren Preisen in informellerer Atmosphäre. Ihr Repertoire — dominiert von Wiener Operette (Lehár, Kálmán, Strauss) — bewahrt eine mitteleuropäische Musiktradition, die die Wiener Staatsoper zunehmend vernachlässigt.