
Märkte und Moderne: Naschmarkt bis MuseumsQuartier
Wiens lebendigstes Viertel westlich der Ringstraße vereint den Naschmarkt — Mitteleuropas größten Freiluftmarkt — mit dem MuseumsQuartier, einem ehemaligen Hofstallungskomplex, der zu einem der größten zeitgenössischen Kunstzentren Europas umgewandelt wurde, und dem Secession-Gebäude, dem steinernen Manifest der Wiener Secession.
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Naschmarkt
Mitteleuropas größter Freiluftmarkt mit über 500 Dauerständen auf 1,5 km ab dem Karlsplatz. Seit dem 16. Jahrhundert als Milchmarkt gegründet, verkauft er heute Produkte, Käse, Fleisch, Fisch, Gewürze, türkische und orientalische Spezialitäten — ein Spiegel der Einwanderungswellen, die das moderne Wien geprägt haben. Samstags verwandelt er sich in einen riesigen Flohmarkt.
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Kettenbrückengasse
Das Bohème-Herz der 5. und 6. Bezirke, Margareten und Mariahilf, mit unabhängigen Restaurants, Weinbars und Vintage-Shops. Franz Schubert starb in der Nähe im November 1828 im Alter von 31 Jahren; das Haus ist heute ein kleines Museum.
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MuseumsQuartier (MQ)
2001 in den ehemaligen Hofstallungen Fischers von Erlach (1725) eröffnet, ist es eines der zehn größten Kulturzentren der Welt nach Fläche. Sein Hof mit den berühmten MQ-Liegestühlen (Enzis) ist einer der lebendigsten öffentlichen Räume Wiens. Es beherbergt das Leopold Museum (weltgrößte Schiele-Sammlung), das MUMOK und die Kunsthalle Wien.
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Secession-Gebäude
Das Secession-Gebäude (1897-98) von Olbrich ist das Gründungsdenkmal der Wiener Moderne. Seine weißen kubischen Volumen und die berühmte vergoldete Kuppel aus Schmiedeeisen-Lorbeerbättern — von spöttischen Wienern 'Goldener Krauthappel' genannt — verkündeten einen totalen Bruch mit historischem Ornament. Im Untergeschoss ist Klimts Beethoven-Fries (1902) — 34 Meter gemalte Kaseinfarbe und Gold — dauerhaft ausgestellt.
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Theater an der Wien
1801 von Schikaneder — dem Librettisten von Mozarts Zauberflöte — gegründet, ist es eines der ältesten Dauertheater Europas. Beethovens Fidelio erlebte hier 1805 seine Uraufführung; Beethoven selbst wohnte während der Komposition im Theater. Seit 2006 ist es eine der drei staatlich geförderten Opernbühnen Wiens.
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Mariahilfer Straße
Wiens 2 km lange Haupteinkaufsstraße und Österreichs längste Einkaufsmeile. Ihre Umwandlung in eine Fuß- und Fahrradzone im Jahr 2015 war die umstrittenste Stadtplanungsentscheidung Wiens seit einer Generation, wurde aber letztlich sehr beliebt. Die Mariahilfer Kirche beherbergt eine Reliquie des Heiligen Valentin.