Molenbeek, Anderlecht & Multikulturelles Brüssel
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Routebrussels

Molenbeek, Anderlecht & Multikulturelles Brüssel

Brüssel ist eine der ethnisch vielfältigsten Städte Europas – etwa 35 % der Einwohner Brüssels wurden außerhalb Belgiens geboren, wobei die größten Gemeinschaften aus Marokko, der Türkei, der Demokratischen Republik Kongo und den EU-Mitgliedstaaten stammen; die Arbeitergemeinden Molenbeek (Sint-Jans-Molenbeek) und Anderlecht unmittelbar westlich des Stadtzentrums sind das Herz der nordafrikanischen und türkischen Gemeinschaften Brüssels und gehören zu den wirtschaftlich am stärksten benachteiligten Gebieten Belgiens, aber auch zu den kulturell lebendigsten, mit ihren Moscheen, marokkanischen Restaurants und Konditoreien, türkischen Lebensmittelgeschäften und einer aufstrebenden Kreativgemeinschaft.

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    Molenbeek – Brüssels marokkanisches Viertel

    Molenbeek ist nach den Anschlägen von 2015 Brüssels international am häufigsten erwähntes Viertel – eine marokkanisch-belgische Arbeitergemeinschaft, die um die Einwanderung der 1960er/70er Jahre herum entstand, die Belgiens industriellen Arbeitskräftemangel füllte. Die Realität ist ein normales Viertelleben, nicht die Darstellung in den Medien.

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    Anderlecht – Erasmus-Haus & Fußballkultur

    Anderlechts Erasmus-Haus (wo der humanistische Philosoph Erasmus 1521 wohnte) ist Brüssels am meisten unterschätztes Museum. Das Viertel Anderlecht beherbergt auch den RSC Anderlecht, Belgiens erfolgreichsten Fußballverein, dessen lila-weiße Farben die lokale Identität prägen.

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    Laeken – Königliches Gewächshaus & Atomium

    Laeken beherbergt das Atomium (Weltausstellung 1958, 102 m hohe Eisenkristallstruktur), die Königlichen Gewächshäuser (2 Wochen/Jahr geöffnet) und den Königlichen Palast von Laeken – eine Konzentration belgischer Staatsarchitektur und des Designs des 20. Jahrhunderts im Norden der Stadt.

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    Afrikanisches Museum (Königliches Museum für Zentralafrika) – Tervuren

    Das Afrikanische Museum (Königliches Museum für Zentralafrika) in Tervuren (20 Minuten von Brüssel entfernt) wurde 2018 nach einer 5-jährigen Dekolonisierungsrenovierung wiedereröffnet – die Kongo-Sammlung wird nun mit kontextueller Ehrlichkeit über die belgische Kolonialgewalt präsentiert, was in der europäischen Museumspraxis beispiellos ist.

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    Brüssels multikulturelle Food-Szene – Rue Antoine Dansaert

    Die Rue Antoine Dansaert und das Viertel Saint-Catherine beherbergen Brüssels kreativste Food-Szene – marokkanische Bastilla, kongolesische Moambe und vietnamesische Phở werden in designorientierten Räumen serviert, die den Status der Stadt als Europas kosmopolitischste Hauptstadt widerspiegeln.

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    Train World – Brüssels Eisenbahnmuseum

    Train World im Bahnhof Schaerbeek (dem von belgischen Eisenbahnarbeitern erbauten Viertel) ist Europas visuell dramatischstes Eisenbahnmuseum – historische Lokomotiven werden in theatralischen Kulissen präsentiert, die die Sozialgeschichte des Bahnreisens evocieren sollen.

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