
Randy Weston, der amerikanische Jazzpianist, gehörte zu den ersten, die in den 1960er Jahren in Essaouira mit Gnawa-Musikern zusammenarbeiteten und die afrikanischen Wurzeln des Jazz-Blues mit der pentatonischen Gnawa-Tradition verband; die Galerie Damgaard, 1988 vom dänischen Galeristen Frederiksen Damgaard gegründet, entdeckte die naive Malschule von Essaouira, deren Werke heute international gesammelt werden; die jüdische Kaufmannsgemeinschaft Tujjar al-Sultan in Essaouira zählte auf ihrem Höhepunkt im 19. Jahrhundert 5.000-8.000 von einer Gesamtstadtbevölkerung von 15.000-20.000 Einwohnern.
Randy Weston verband die Gnawa-Musik mit den afrikanischen Wurzeln des Jazz-Blues in Essaouira ab den 1960er Jahren; der dänische Galerist Damgaard gründete 1988 die Galerie Damgaard und entdeckte die naive Malschule von Essaouira; die jüdische Tujjar al-Sultan Gemeinschaft machte im 19. Jahrhundert bis zu einem Drittel der Stadtbevölkerung aus; der 3-tägige Essaouira-Reiseplan umfasst Stadtmauern, Hafen-Grillsardinen, Windsurfen, den Sidi Kaouki Strand und eine Argan-Kooperative; und Essaouira als ein erfolgreicheres, ausgewogeneres Modell für Kulturerbetourismus als das überlaufene Chefchaouen oder Marrakesch.
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Die Medina-Architektur von Essaouira - Weißkalk, Blau und portugiesisches Erbe
Die Architektur der Medina von Essaouira verbindet die portugiesische Festungstradition mit dem marokkanisch-islamischen Medina-Plan und der französischen Militärtechnik von Theodore Cornut. Der Grundriss: Die Medina ist durch ein Straßenraster in rechteckige Blöcke unterteilt (einzigartig in Marokko, wo die meisten Medinas organische, unregelmäßige Grundrisse haben) – ein Ergebnis von Cornuts rationaler französischer Aufklärungs-Stadtplanung. Das Befestigungssystem (die primären Befestigungen sind die Skala de la Kasbah (die Seemauer mit Bronzekanonen) und die Skala du Port (die Hafenmauer mit Blick auf den Fischereihafen). Das Bab Sbaa (das Haupttor der Medina): die Nordbastion: die Mauern aus der portugiesischen Zeit. Die weiß-blaue Farbgebung: Das Farbschema von Essaouira sind weiße Wände mit blauen Fenster- und Türrahmen – eine blau-weiße Kombination, die dem komplett blauen Chefchaouen Jahrhunderte vorausgeht und einen spezifisch mediterranen Küstencharakter hat. Die Medina-Häuser: Das typische Medina-Haus in Essaouira hat ein einfaches, weiß getünchtes Äußeres mit blauen Fensterläden. Das Innere: ein Innenhof mit einem zentralen Brunnen, geschnitzten Zedernholzmerkmalen und Zellij-Fliesenarbeiten, ähnlich wie in anderen marokkanischen Häusern. Die Souk-Straßen (die primären Souk-Straßen: Rue Mohammed Zerktouni (die Hauptgeschäftsstraße) und die angrenzenden überdachten Souk-Bereiche).
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Die Gnawa-Musik von Essaouira - Die Lila-Heilungszeremonie und Weltmusik-Fusion
Die Gnawa-Musiktradition von Essaouira in der Tiefe: die Instrumente, die Zeremonie und die globalen Fusionsverbindungen. Die Gnawa (die Gnawa sind Nachkommen von Sklaven aus Subsahara-Afrika, die über Jahrhunderte durch den transsaharanischen Sklavenhandel nach Marokko gebracht wurden. Die primären Gnawa-Populationen befinden sich in Marrakesch, Essaouira und den städtischen Medinas Marokkos. Das Guembri (das primäre Gnawa-Instrument: eine 3-saitige Basslaute mit einem Kamelhaut-Resonanzboden und einem Hartholzhals: die Saiten sind aus Tierdarm: das Instrument erzeugt einen tiefen, summenden Basston, der die rhythmische und melodische Grundlage der Gnawa-Musik bildet). Die Qraqeb (große Eisenkastagnetten (Krakeb): werden paarweise gespielt und erzeugen einen lauten, metallischen Klapperrhythmus. Die Lila-Zeremonie: das nächtliche Gnawa-Heilungsritual: die Lila (Nacht) beginnt bei Sonnenuntergang und endet bei Sonnenaufgang: die Zeremonie ruft eine Abfolge von Mluk (Gnawa-Geistern, die verschiedenen Farben, Charaktertypen und Heilfunktionen entsprechen) an: jeder Mluk wird durch seine spezifische musikalische Phrase und die zugehörige Farbe und Opfergabe angerufen. Die Weltmusik-Fusion: die strukturelle Verwandtschaft zwischen Gnawa-pentatonischen Basslinien und amerikanischem Blues (beide stammen aus westafrikanischen Musiktraditionen): das Gnawa-Festival mit Gnawa-Jazz-, Gnawa-Blues-, Gnawa-Rock- und Gnawa-Elektronik-Kooperationen seit 1998. Randy Weston (der amerikanische Jazzpianist Randy Weston (1926-2018) war einer der ersten Jazzmusiker, der in den 1960er Jahren in Essaouira mit Gnawa-Musikern zusammenarbeitete und ausführlich über die afrikanischen Wurzeln des Jazz-Blues in Bezug auf Gnawa schrieb).
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Essaouira Fotoguide - Stadtmauern, blaue Straßen und der Hafen bei Sonnenuntergang
Der Essaouira-Fotoguide: die wichtigsten Orte und optimalen Bedingungen zum Fotografieren von Marokkos fotogenster Atlantikhafenstadt. Die Stadtmauern bei Sonnenuntergang (das primäre Essaouira-Fotografieerlebnis: die Skala de la Kasbah bei Sonnenuntergang: Position auf dem Mauerweg mit Blick nach Westen zur untergehenden Sonne: die Bronzekanonen in Silhouette vor dem orangefarbenen Atlantikhimmel: die Iles Purpuraires vor der Küste sichtbar: die Sonnenuntergangszeit (ca. 19:30-20:00 Uhr im Sommer, 17:30-18:00 Uhr im Winter). Die blau-weißen Straßen der Medina (die blauen Fenster- und Türrahmen vor weißem Putz schaffen eine markante blau-weiße Farbpalette: das beste Licht ist die goldene Stunde, wenn die warme, flache Sonne Kontrast zwischen den warmen, sonnenbeschienenen weißen Wänden und dem kühlen blauen Rand erzeugt: die Medina ist weniger überlaufen als Chefchaouen, aber ebenso fotogen). Der Hafen und die Fischerboote (die Skala du Port überblickt den Fischereihafen: die blau gestrichenen hölzernen Fischerboote (pointus) im Hafen: das Licht am späten Nachmittag, wenn die Boote zurückkehren: die blauen Boote vor dem blauen Meer in der goldenen Stunde). Die Gnawa-Musiker (Gnawa-Musiker auf dem Plaza Moulay Hassan und den Straßen der Essaouira-Medina: die Guembri-Basslaute und die Qraqeb-Eisenkastagnetten sind visuell markante Motive). Die Thuya-Handwerkstätten (die Kunsthandwerker, die Thuya-Wurzelmaserung mit Perlmutt in ihren Werkstatttüren einlegen: die Holzspäne, die Werkzeuge und die halbfertigen Marketerien).
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Essaouira Kulturpfad - Kunstgalerien, Musik und die kreative Gemeinschaft
Essaouira als kreative und künstlerische Gemeinschaft: die Galerieszene, die Musikszene und die Tradition der Künstlerresidenzen, die die Windstadt zu Marokkos wichtigster Kunststadt außerhalb von Marrakesch machen. Die Galerieszene (Essaouira hat gemessen an marokkanischen Städten eine aktive Szene für zeitgenössische Kunstgalerien: die Hauptgalerien in der Medina verkaufen sowohl traditionelles marokkanisches Kunsthandwerk (Thuya-Holz, Textilien) als auch zeitgenössische marokkanische Bildende Kunst: die Galerie Damgaard (die wichtigste Galerie in Essaouira für naive und autodidaktische marokkanische Malerei: 1988 vom dänischen Galeristen Frederiksen Damgaard gegründet: Damgaard entdeckte und förderte eine Schule autodidaktischer marokkanischer Maler aus Essaouira, deren Werke Gnawa-Symbolismus, Sufi-Spiritualität und eine unverwechselbare marokkanische Farbpalette vereinen: die naive Malschule von Essaouira wird heute international gesammelt). Die Künstlerresidenzen: Das Kulturzentrum Dar Souiri beherbergt Künstlerresidenzprogramme und ist der Hauptveranstaltungsort für die Indoor-Veranstaltungen des Gnawa-Festivals. Die Musikszene (Essaouira hat die aktivste ganzjährige Musikszene in Marokko außerhalb von Casablanca: die nächtlichen Gnawa-Aufführungen auf dem Plaza Moulay Hassan: die Konzerte andalusischer Musik im Dar Souiri: die Sufi-Musikveranstaltungen). Das Kunsthandwerk (der Thuya-Werkstattcluster in der Medina: die Weber: die Silberschmiede (die Essaouira-Silberschmiedetradition: Filigranarbeiten und berberischer Stammeschmuck aus dem Souss und der Sahara, der in der Medina verkauft wird): das Kunstbuch (die Essaouira-Kunstszene ist in mehreren französischsprachigen Publikationen über die naive Malschule dokumentiert).
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Essaouira 3-Tages-Reiseplan - Gnawa-Musik, die Stadtmauern und Sidi Kaouki
Der 3-tägige Essaouira-Reiseplan: ein strukturierter Führer, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und die Kultur der Windstadt in drei Tagen zu erleben. Tag 1 (die Medina und die Stadtmauern): Morgen: Ankunft mit dem Supratours-Bus aus Marrakesch (2,5-3 Stunden): Einchecken in das Medina-Riad: Spaziergang zur Skala de la Kasbah (die Seemauern mit Bronzekanonen): der Blick über den Atlantik und die Iles Purpuraires: Nachmittag: der Medina-Souk (Rue Mohammed Zerktouni): die Thuya-Handwerkstätten (kaufen Sie eine Thuya-Holz-Intarsienbox oder ein Schachbrett): der Mellah (das ehemalige jüdische Viertel): die Simon-Attias-Synagoge: Abend: Abendessen auf dem Plaza Moulay Hassan mit Meerblick: Gnawa-Musikvorführung auf dem Platz: Tag 2 (der Hafen, der Strand und Windsportarten): Morgen: die Skala du Port und der Fischereihafen: die Hafen-Grillstände (gegrillte frische Sardinen zum Frühstück): die blauen Fischerboote: Nachmittag: der Strand südlich der Medina (3 km Fußweg von Bab Sbaa oder 10 MAD Petite Taxi): Windsurf-Stunde oder Kitesurf-Stunde (zahlreiche Schulen am Strand): Kamelritt bei Sonnenuntergang auf dem festen Sand: Tag 3 (Tagesausflug nach Sidi Kaouki und in den Arganwald): Morgen: Sammeltaxi südlich nach Sidi Kaouki (25 km: ca. 30 MAD pro Person): der abgelegene Atlantikstrand mit dem weiß getünchten Schrein: Schwimmen und Entspannen: Nachmittag: Halt an einer Arganöl-Kooperative an der N1 (achten Sie auf das ONCA-Zertifizierungsschild): die Frauen, die Nüsse knacken und Öl in der Steinmühle pressen: die Ziegen-kletternden Arganbäume von der Straße aus sichtbar: Rückkehr nach Essaouira am späten Nachmittag: Abend: Sonnenuntergang von der Skala de la Kasbah.
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Essaouira-Erbe - Die Windstadt und ihr Platz in der marokkanischen Geschichte
Essaouiras Vermächtnis: die abschließende Bewertung der Rolle der Windstadt in der marokkanischen und atlantischen Geschichte. Die antike Gründung (der phönizische Handelsposten in Mogador ab dem 7. Jahrhundert v. Chr.: die Tyrianerpurpurproduktion auf den Iles Purpuraires: die römisch-mauretanische Periode: die portugiesische Festung: 3.000 Jahre kontinuierliche maritime Besiedlung). Der Höhepunkt im 18.-19. Jahrhundert (die endgültige Stadtgründung 1764-1765 durch Sultan Mohammed III.: die jüdische Kaufmannsgemeinschaft Tujjar al-Sultan: die Stadt als primärer atlantischer Handelshafen Marokkos: die Periode, in der Essaouira einen значительный Anteil des marokkanischen internationalen Handels abwickelte, einschließlich Zucker, Tee, Gold, Leder, Arganöl und Kupfer). Die kulturellen Beiträge (die Gnawa-Musiktradition, die beim jährlichen Weltmusikfestival bewahrt und gefeiert wird: die Thuya-Handwerkstradition: die von Damgaard 1988 entdeckte naive Malschule: die Orson-Welles-Othello-Verbindung: die Jimi-Hendrix-Legende). Die UNESCO-Inschrift (2001) würdigt die herausragende Militärarchitektur des späten 18. Jahrhunderts und die Integration europäischer und marokkanischer Stadtplanungstraditionen. Die zeitgenössische Bedeutung (Essaouira ist Marokkos wichtigstes Atlantik-Windsportziel: das Gnawa und Weltmusikfestival (450.000-500.000 Besucher im Juni): die kreativste und künstlerisch aktivste kleine marokkanische Medinastadt: die kühlste Sommerstadt Marokkos: das am besten zugängliche Arganöl-Land: ein Modell für die Entwicklung des erbegeführten Tourismus in Kleinstädten, das Authentizität und Besuchererlebnis erfolgreicher ausbalanciert als Chefchaouen oder die überlaufene Medina von Marrakesch).
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Die indigene Bevölkerung der Kanarischen Inseln, die Guanchen, waren Amazigh (Berber)-Sprecher, sprachlich verwandt mit den Tamazight-Populationen der marokkanischen Atlantikküste, die im 15. Jahrhundert sukzessiv von spanischen Siedlern erobert wurden; die Schlacht von Alcácer Quibir im Jahr 1578, bei der die marokkanischen Saadier den portugiesischen König Sebastian I. töteten, löste die portugiesische Thronfolgekrise aus, die zur 60-jährigen Iberischen Union von Portugal und Spanien unter Philipp II. führte; die Essaouira Pastilla au Fruits de Mer (Garnelen, Krabben und Weißfisch in Warqa-Gebäck mit Safrancreme) wurde in Essaouira als Meeresfrüchte-Anpassung der klassischen Fassi Bastilla erfunden

Essaouira Praktisch: Transport von Marrakesch und Agadir, die beste Riad-Unterkunft, der optimale Besuchszeitpunkt, die Auswirkungen der Windsaison und die Abreisezusammenfassung

Essaouira Essential: Die atlantischen Stadtmauern, die UNESCO-Medina, Gnawa-Musik, das portugiesische Erbe von Mogador, die Verbindungen zu Orson Welles und Jimi Hendrix und der Charakter der Wind City

Geschichte von Essaouira: Der portugiesische Handelsposten Mogador, die phönizische Stiftung, die jüdische Handelsgemeinschaft, die Ursprünge des Gnawa-Sklavenhandels, der Wiederaufbau des Sultans im 18. Jahrhundert und die UNESCO-Anerkennung

Essaouiras UNESCO-gelistete Stadtmauern wurden 1764-1765 vom französischen Ingenieur Theodore Cornut unter Sultan Mohammed III. entworfen und säumen den Atlantik mit Bronze-Kanonen aus dem 17.-18. Jahrhundert, die von europäischen Schiffen erbeutet wurden; das Gnawa- und Weltmusikfestival von Essaouira zieht über 4 Tage im Juni 450.000-500.000 Besucher an und ist das größte Gnawa-Festival der Welt; die Ausbeutung von Thuya-Arborvitae-Wurzelknollen für das Essaouira-Intarsienhandwerk ist nicht nachhaltig, da die Knollen-Ernte das Wurzelsystem abtötet und die Regeneration des Baumes verhindert.
