
Potosí-Silber: Das Handwerk der Silberhauptstadt der Welt
Die Silberschmiedetradition von Potosí, deren Wurzeln in der Kolonialzeit liegen, als die Stadt den größten Silbervorrat der Welt verarbeitete, wird in den filigranen Werkstätten im Stadtzentrum fortgeführt. Die zarte Silberfadenarbeit ist eine der schönsten Handwerkstraditionen Boliviens
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Filigrane Silberarbeit
Potosí-Filigranarbeit – die Technik, bei der feine Silberfäden zu komplizierten spitzenartigen Mustern gedreht werden – wurde von spanischen und maurischen Kunsthandwerkern nach Amerika gebracht und dann von indigenen und mestizischen Kunsthandwerkern zu einem ausgeprägten lokalen Stil weiterentwickelt; Die Komplexität der Technik (die Herstellung eines einzelnen Ohrrings kann Tage dauern) macht Potosí-Filigran zu einem der wertvollsten Kunsthandwerke Boliviens
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Koloniale Silbertradition
Die spanische Kolonialmünze in Potosí beschäftigte Hunderte von erfahrenen Silberschmieden, Prüfern und Lochern; das Münzproduktionssystem erforderte außergewöhnliche metallurgische Fähigkeiten; Die von dieser Belegschaft begründete Tradition der Silberverarbeitung wird den Kunsthandwerkern von Potosí seit 500 Jahren treu gehalten
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Silberne Altarbilder
Die Kolonialkirchen von Potosí und Sucre verfügen über einige der schönsten silbernen Altarbilder der Welt – silberne Tafeln, die das gesamte Kircheninnere bedecken, meterhohe silberne Kerzenleuchter und silberne Heiligenbilder zeugen vom außergewöhnlichen Reichtum, der während des Silberbooms für religiöse Ausdrucksformen zur Verfügung stand; die Handwerkskunst ist bemerkenswert
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Besuch einer Handwerkswerkstatt
Die Silberschmiedewerkstätten in der Nähe des Mercado Artesanal im historischen Zentrum von Potosí heißen Besucher willkommen. Eines der lohnendsten Kunsthandwerkserlebnisse in Bolivien ist es, einem Kunsthandwerker dabei zuzusehen, wie er den Silberfaden zu filigranen Mustern verarbeitet und dabei die Techniken und Designs erklärt. Das Stück kann direkt in der Werkstatt erworben werden
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Kolonialmünzen
Potosí produzierte die berühmten „Achterstücke“ – die silbernen Reals, die 200 Jahre lang die dominierende Weltwährung waren; Die Münzen zirkulierten von China (wo sie zu Silber eingeschmolzen wurden) über Europa nach Amerika; Das Museum Casa de la Moneda zeigt die originalen Münzmaschinen und Beispiele der Kolonialmünze
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Zeitgenössischer Silberschmuck
Zeitgenössische Silberschmiede aus Potosí stellen Schmuck her, der die filigrane Kolonialtradition mit andinen Motiven (Chacana-Kreuze, Kondore, Andenflora) vermischt. Die Kombination jahrhundertealter Technologie mit modernem Design hat eine unverwechselbare bolivianische Schmuckästhetik geschaffen, die international Anerkennung findet
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