
Centro Habana, Barrio Chino & Leben zwischen den Monumenten
Centro Habana (der zentrale Stadtteil Havannas zwischen La Habana Vieja und Vedado – der am dichtesten besiedelte Stadtteil der Stadt, das Viertel der gewöhnlichen Habaneros, mit dem Barrio Chino (dem Chinesenviertel – das größte Chinatown Lateinamerikas Mitte des 20. Jahrhunderts, heute auf einige chinesische Restaurants und kulturelle Einrichtungen reduziert), dem Callejón de Hamel (der afro-kubanischen Kultur-Gasse) und dem Paseo del Prado (dem von den Las Ramblas in Barcelona inspirierten, von Bäumen gesäumten Boulevard)) ist das authentischste und am wenigsten touristische Gesicht des heutigen Havanna.
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Barrio Chino — Das größte Chinatown Lateinamerikas (einst)
Havannas Barrio Chino (zentriert an der Calle Cuchillo und Zanja, Centro Habana) war einst die größte chinesische Gemeinde Lateinamerikas – 150.000 chinesische Einwanderer kamen zwischen 1847 und 1874 als Vertragsknechte, die neu befreite versklavte Afrikaner auf Zuckerplantagen ersetzten; in den 1990er Jahren war die ursprüngliche Gemeinde weitgehend ausgewandert; das verbliebene 'Chinatown' ist eine kulturelle Rekonstruktion mit sehr wenigen ethnischen chinesischen Einwohnern.
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Calle Obispo — Havannas Fußgängerzone seit der Kolonialzeit
Die Calle Obispo (6 Blocks, von der Altstadt Havannas bis zum Parque Central) ist Havannas kommerziell aktivste Straße – die Librería La Moderna Poesía (Buchhandlung, Originalgebäude von 1892), die Bar El Floridita (Hemingways Daiquiri-Bar, 'La Cuna del Daiquiri', 'die Wiege des Daiquiri') und das Hotel Florida von 1875 säumen die Straße; die Bronzebüste von Hemingway im El Floridita ist ein obligatorischer Pilgerhalt.
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Malecón Sonnenuntergang — 8km Uferpromenade und soziale Katharsis
Der Malecón (8km Uferpromenade von Alt-Havanna bis Miramar, gebaut 1901–1958) ist Havannas wichtigster öffentlicher sozialer Raum – bei Sonnenuntergang versammeln sich Tausende von Kubanern auf der Mauer, um Kontakte zu knüpfen, Rum zu trinken, Musik auf Mobiltelefonen zu hören und den Sonnenuntergang über der Floridastraße zu beobachten; in der Hurrikansaison (August–Oktober) schlagen Wellen 30m ins Landesinnere auf den Malecón-Boulevard.
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Casa de la Música — Jeden Abend kubanische Live-Musik
Die Casa de la Música (Galiano, Centro Habana, und eine Filiale in Miramar) ist Havannas führender Veranstaltungsort für kubanische Popmusik – die Galiano-Filiale bietet Salsa, Timba und kubanischen Jazz von 16–19 Uhr (Matinée, 5 CUC) und von 22–3 Uhr (Nachtshow, 15 CUC); legendäre Havanna-Salsa-Orchester (Los Van Van, Charanga Habanera, NG La Banda) treten das ganze Jahr über auf.
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Fábrica de Tabaco Partagás — Handgefertigt seit 1845
Die Zigarrenfabrik Partagás (Industry Street, Centro Habana, 1845) verlagerte ihre Produktion 2008 aus dem ursprünglichen Gebäude (heute ein Ausstellungsraum und Geschäft), betreibt aber weiterhin Produktionsstätten in Havanna – der Handrollprozess (Torcedores rollen 100–120 Zigarren pro Tag, jede in 8 Minuten) wird im Ausstellungsraum demonstriert; eine Schachtel mit 25 Cohibas (Kubas Flaggschiffmarke, 1966 für Fidel Castro geschaffen) kostet CUC$450.
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Sloppy Joe's Bar — Nach 50-jähriger Pause wiedereröffnet
Sloppy Joe's Bar (Agramonte, Old Havana, ursprünglich 1919 eröffnet, 1965 geschlossen, 2013 wiedereröffnet) ist eine amerikanische Promi-Bar aus der Prohibitionszeit, in der Gary Cooper, Spencer Tracy und Errol Flynn während des Havanna-Tourismusbooms der 1930er-1950er Jahre tranken – die Mahagonibar (der längste Bartresen Havannas) und die Deckenventilatoren sind original; der Sloppy Joe Spezial (Rum, Ananas, Portwein und Grenadine) kostet CUC$6.
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