Casa da Música, Serralves & Portos zeitgenössische Kultur
Zurück zu Reiseführer
Routeporto

Casa da Música, Serralves & Portos zeitgenössische Kultur

Die zeitgenössischen Kulturinstitutionen Portos — die Casa da Música (das 2005 von Rem Koolhaas entworfene Konzerthaus an der Rotunda da Boavista — das radikalste Werk zeitgenössischer Architektur in Porto), das Museu de Arte Contemporânea de Serralves (das 1999 von Álvaro Siza Vieira entworfene Museum im Serralves Estate Park — das wichtigste Museum für zeitgenössische Kunst in Portugal) und das Kulturviertel Boavista und Cedofeita — repräsentieren Portos lebendige zeitgenössische kreative Identität.

  1. 1

    Casa da Música — Rem Koolhaas' Konzerthalle

    Die Casa da Música (Avenida da Boavista 604, Boavista-Kreisverkehr, 2005, Rem Koolhaas/OMA, das architektonisch bedeutendste Gebäude Portugals seit 1974) ist Portos wichtigste Konzerthalle — das Gebäude (ein kantiges, weißes Betonpolyeder, das OMA als „Schuhkarton-Konzerthalle in einem Kristall“ beschreibt) beherbergt das Porto Symphony Orchestra (Orquestra Nacional do Porto) und das Remix Ensemble (zeitgenössische Musik); das Große Auditorium (1.238 Plätze, die zwei Glaswände — eine zur Stadt, eine zum Garten — sind einzigartig im Konzerthallendesign); täglich geführte Architektouren (10 €).

  2. 2

    Serralves-Anwesen — Art-Déco-Haus und modernes Museum

    Das Serralves-Anwesen (Rua D. João de Castro 210, westliches Porto) besteht aus zwei Institutionen, die auf einem Grundstück koexistieren — die Casa de Serralves (1940, Architekt Charles Siclis, das wichtigste Art-Déco-Haus in Portugal, genutzt für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst) und das Museu de Arte Contemporânea (1999, Álvaro Siza Vieira) teilen sich den 18 Hektar großen Park; der Park (10 € Eintritt, täglich 10–19 Uhr) enthält einen bewirtschafteten Bauernhof (mit Barrosã-Rindern und alten Apfelhainen), einen formalen französischen Garten und einen Waldspaziergang; der kombinierte Park- und Museumseintritt (20 €) ist der vollständigste kulturelle Nachmittag in Porto.

  3. 3

    Avenida da Boavista — Portos Pariser Boulevard

    Die Avenida da Boavista (6 km lang, die längste Allee in Porto, die vom Stadtzentrum zum Atlantik in Foz do Douro führt) war Portos prestigeträchtige Wohnsiedlung des späten 19. Jahrhunderts — das Löwendenkmal (Monumento aos Heróis da Guerra Peninsular, an der Rotunda da Boavista, 1951, ein 45 m hoher Obelisk, der an den Peninsular War 1808–1814 erinnert) markiert den Mittelpunkt; die Casa da Música und die Fundação de Serralves befinden sich beide an oder neben der Boavista; das Boa Nova Teehaus (Leça da Palmeira, 30 Minuten nördlich, 1963, Álvaro Sizas erstes größeres Werk, kürzlich restauriert) ist der Atlantik-Endpunkt der Allee.

  4. 4

    Foz Strandbars und Sonnenuntergangskultur

    Der Strand von Foz do Douro (zwischen Castelo do Queijo und der Mündung des Douro, Gärten von Passeio Alegre) hat Portos aktivste Sonnenuntergangskultur — die Open-Air-Bars (Tasca do Chico, Praia da Luz Bar, Bar Petiscos do Rio) servieren Vinho Verde (den jungen, leicht prickelnden portugiesischen Weißwein aus der Region Minho, 3–5 €/Glas) und Petiscos (portugiesische Tapas: Ameijoas à Bulhão Pato — Venusmuscheln mit Knoblauch und Koriander, Pataniscas de Bacalhau — Stockfisch-Krapfen) an Menschenmassen, die den Atlantik-Sonnenuntergang beobachten; Juli–September füllt sich die Strandpromenade von 18 Uhr bis Mitternacht.

  5. 5

    Boa Nova Teehaus — Álvaro Sizas Meisterwerk auf den Felsen

    Das Boa Nova Teehaus (Rua Antero de Quental, Leça da Palmeira, 1963, Álvaro Siza Vieira, sein meistgefeiertes Frühwerk, 2015 restauriert, jetzt ein 2-Michelin-Sterne-Restaurant von Koch Ricardo Costa, 110 € Degustationsmenü) ist eines der wichtigsten Werke portugiesischer Architektur des 20. Jahrhunderts — das Gebäude (direkt auf den Küstenfelsen erbaut, 3 Terrassen, die zum Meer abfallen, niedrige rote Ziegeldächer und weiß verputzte Wände) verbindet sich mit der Atlantiklandschaft, ohne sie zu domestizieren; architektonische Besuche ohne Abendessen auf Anfrage außerhalb der Servicezeiten.

  6. 6

    Parque da Cidade do Porto — 83 Hektar Atlantikparkland

    Portos Stadtpark (Parque da Cidade, 83 Hektar, der größte Stadtpark Portugals, angrenzend an Foz do Douro, täglich geöffnet, kostenlos) verbindet den Strand von Matosinhos mit der Atlantikküste — der Park (entworfen von Sidónio Pardal, 1993 nach 20 Jahren Bauzeit fertiggestellt) enthält 5 Seen, 8 km Radwege, einen Kinderbauernhof und 3 km Atlantikküste; motorisierte Fahrzeuge sind nicht erlaubt; am Wochenende machen Läufer, Radfahrer und Familien ihn zum meistgenutzten Park im Norden Portugals; der Douro-Flussmündung des Parks bietet Zugang zu den Flussfeuchtgebieten.

Walk this route with audio

Stories play automatically as you reach each stop — no tapping needed.

#casa-da-musica#serralves#contemporary-art#architecture#Koolhaas#Siza

Weitere Städte in Portugal