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Entdecke Routen, Sehenswürdigkeiten und Reiseführer in Lisbon.
9 Routen

Alfama & São Jorge Burg: Lissabons Maurisches Herz
Alfama — vom arabischen al-hamma, 'die Bäder' — ist Lissabons ältestes erhaltenes Viertel, das einzige, das dem katastrophalen Erdbeben von 1755 vorausging. Unterhalb der maurischen Burg São Jorge auf einem Hügel gelegen, verkörpert sein Labyrinth aus steilen Gassen, Kachelhäusern, Aussichtspunkten und Fado-Bars die Seele der Stadt.

Parque das Nações: Expo '98 und Lissabons Stadt der Zukunft
Der Parque das Nações ('Park der Nationen'), im nordöstlichen Teil Lissabons entlang des Tejo-Ufers, wurde auf dem Gelände einer verlassenen Industriebrache und einer kontaminierten Ölraffinerie für die Weltausstellung 1998 (EXPO '98) errichtet, die unter dem Motto 'Die Ozeane: Ein Erbe für die Zukunft' stand. Die Veranstaltung zog 11 Millionen Besucher an und hinterließ das bedeutendste Stadterneuerungsprojekt in der portugiesischen Geschichte — ein neues Stadtviertel mit zeitgenössischer Architektur, Uferpromenaden, Kulturpavillons und öffentlichen Räumen, das über 25.000 Einwohnern ein Zuhause geworden ist und den Standort der ehrgeizigsten zeitgenössischen Gebäude Lissabons darstellt.

Tram 28, Estrela & Campo de Ourique: Lissabons malerischste Fahrt
Die historischen gelben Straßenbahnen Lissabons — die Eléctricos — sind ebenso ein Teil der Identität der Stadt wie ihre Hügel, ihr Fado und ihre Azulejos. Die berühmteste Route, die Tram 28, führt von Martim Moniz durch Alfama, vorbei an der Kathedrale, hinauf durch den Chiado, über den Largo de Camões und in die westlichen Viertel Estrela und Campo de Ourique. Die gesamte 7 km lange Fahrt dauert etwa 45 Minuten und führt durch mehr von Lissabons essentiellem Stadtbild als jede andere einzelne Transitlinie.

LX Factory, Alcântara & die 25 de Abril Brücke: Industrielles Lissabon neu belebt
Der Flussbezirk Alcântara, westlich von Belém und unter den massiven Türmen der 25 de Abril Hängebrücke, war im 19. und 20. Jahrhundert Lissabons industrielles Herzland – seine Textilfabriken, Werften und Industriegebäude säumten die Tejo-Uferpromenade über mehrere Kilometer. Heute ist derselbe Bezirk das Zentrum der kreativen Wirtschaft Lissabons geworden, mit der LX Factory – einer umgebauten Textilfabrik – als dem lebendigsten Kreativzentrum der Stadt und der angrenzenden Uferpromenade als wichtigem Kultur- und Gastronomieziel.

Cascais & Estoril: Die portugiesische Riviera entlang der Sintra-Linie
Der 40 km lange Abschnitt der Atlantikküste westlich von Lissabon – bekannt als portugiesische Riviera – war im 20. Jahrhundert der Spielplatz europäischer Könige, im Exil lebender Monarchen und Kriegsspione und ist nach wie vor einer der schönsten Küstenausflüge von einer europäischen Hauptstadt aus. Der Zug der Sintra-Linie von Cais do Sodré benötigt 33 Minuten nach Cascais; die Fahrt führt durch die Ferienorte Estoril und Monte Estoril, bevor sie im alten Fischerdorf endet, das heute ein Yacht- und Surfziel ist. Die Kombination aus Sandstränden, dramatischen Meeresklippen, exzellenten Meeresfrüchten und dem verblassten Glamour der Kasino- und Villenarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts macht diese Route einzigartig.

Mouraria, Intendente & Graça: Lissabons authentischste Viertel
Nördlich der Alfama und der Kathedrale erhebt sich der Hügel durch Mouraria — das Maurenviertel, in dem Lissabons muslimische Bevölkerung nach der christlichen Rückeroberung von 1147 eingesperrt war — bis nach Graça, dem höchsten und wohl authentischsten Lissabonner Viertel auf den östlichen Hügeln, mit seiner blau-weiß gefliesten Kapelle, seinen Aussichtspunkten und seinem Wochenmarkt. Dazwischen hat sich der Intendente-Platz von einem Rotlichtviertel zu einem der lebendigsten multikulturellen Treffpunkte Lissabons entwickelt.

Sintra: Paläste, Mystik und die Mondberge
Sintra, die Hügelstadt 30 km nordwestlich von Lissabon, war jahrhundertelang die Sommerresidenz des portugiesischen Königshauses und ist heute UNESCO Kulturlandschaft (1995) — eine einzigartig dichte Konzentration romantischer Paläste, maurischer Ruinen, mystischer Gärten und exzentrischer 19.-Jh.-Follies.

Baixa, Chiado & Rossio: Die pombalinische Stadt & Lissabons literarisches Herz
Die Baixa Pombalina („Pombalinische Unterstadt“) ist eines der vollständigsten Beispiele für Stadtplanung der Aufklärung weltweit – ein perfekt regelmäßiges Straßenraster, das nach dem katastrophalen Erdbeben und Tsunami von 1755 unter der Leitung des Marquis von Pombal, Sebastião José de Carvalho e Melo, dem autokratischen Premierminister, der Lissabon in 18 Monaten frenetischer Bauarbeiten neu gestaltete, wiederaufgebaut wurde. Unmittelbar westlich davon bietet das am Hang gelegene Viertel Chiado – Lissabons Kultur- und Literaturviertel seit dem 18. Jahrhundert – den eleganten Kontrapunkt zum kommerziellen Rationalismus der Baixa.

Belém: Die Manuelinischen Monumente des Zeitalters der Entdeckungen
Belém, das Flussufer-Viertel 6 km westlich vom Lissaboner Zentrum, ist der Ort, von dem Vasco da Gama 1497 nach Indien aufbrach und wo die spektakulärsten Monumente Portugals Zeitalter der Entdeckungen errichtet wurden — das Hieronymuskloster und der Turm von Belém, beide seit 1983 UNESCO-Welterbe.