
Mercado do Bolhão, Straßenbahnen & Portos Alltagsleben
Der Mercado do Bolhão (der berühmte überdachte Markt aus dem 19. Jahrhundert im Herzen Portos, nach Restaurierung 2022 wiedereröffnet – der Markt der Blumenverkäufer, Käsehändler, Fischhändler und Delikatessenstände, der den lebendigsten Ausdruck der Marktkultur Portos darstellt) und die historischen Straßenbahnen Portos (die Bonde-Oldtimer-Straßenbahnen, die immer noch auf Routen durch das historische Zentrum verkehren) bilden das Herzstück der alltäglichen kulturellen Identität Portos.
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Mercado do Bolhão — Portos historische Eisenmarkthalle
Der Mercado do Bolhão (Rua Formosa, Stadtteil Baixa, 1914, Architekt Correia da Silva, die größte traditionelle Markthalle in Porto, 2018–2022 wegen Renovierung geschlossen, im Oktober 2022 wiedereröffnet) ist Portos soziale Institution – die 2-stöckige Eisenkonstruktion (Obergeschoss: Blumenhändler, Delikatessen und Käsestände; Erdgeschoss: Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch) wurde in ihrem Erscheinungsbild von 1914 renoviert; die Verkäufer (viele Familien betreiben denselben Stand seit über 3 Generationen) verkaufen direkt von den Bauernhöfen und Booten; die Kuttelstände und Bacalhau-Verkäufer (gesalzener Kabeljau) sind die authentischsten Elemente Portos.
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Lello Buchhandlung — Die schönste Buchhandlung der Welt
Die Livraria Lello (Rua das Carmelitas 144, 1906, Architekt Xavier Esteves, 210sqm Grundfläche) wird durchweg zu den schönsten Buchhandlungen der Welt gezählt – das Jugendstil-Interieur (die doppelte Wendeltreppe aus rot gestrichenem Holz, die Buntglasdecke, die geschnitzten Holzregale) wurde 1906 für €1,500 gebaut; J.K. Rowling arbeitete in der Nähe (1992–1994, als Englischlehrerin am Instituto Britânico) und die Buchhandlung wird als Inspiration für Hogwarts beansprucht; die aktuelle Eintrittsgebühr (€5, beim Buchkauf verrechenbar) wurde 2015 eingeführt, um über 4,000 tägliche Besucher zu bewältigen.
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Portos Café-Kultur — Majestic und Guarany
Das Café Majestic (Rua de Santa Catarina 112, 1921, das schönste Jugendstil-Café Portugals) und Guarany (Avenida dos Aliados, 1933, Art Deco) sind Portos historische Café-Institutionen – das Majestic (€4.50 für einen Kaffee, wo J.K. Rowling angeblich gearbeitet haben soll, was jedoch umstritten ist) ist das fotogenste Café in Porto; der Pastel de Nata (Puddingtörtchen, in jeder Pastelaria, aber am besten bei der Kette Manteigaria, Rua Alexandre Braga) und die Torta de Azeitão (der spiralförmig gerollte Sahnekuchen) sind die wesentlichen Café-Gebäcke Portos.
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Rua de Santa Catarina — Portos Einkaufsstraße
Die Rua de Santa Catarina (die 1,2 km lange Fußgängerzone und Haupteinkaufsstraße, die von Baixa nach Norden zum Bolhão-Markt führt, mit der Kapelle Santa Catarina, die einen religiösen Knotenpunkt in der Mitte der Straße bildet) ist Portos kommerzielle Arterie – die traditionellen Geschäfte (A Pérola do Bolhão, das Delikatessengeschäft von 1917 mit originaler Fliesenfassade, die Portwein und Würste bewirbt; Paris em Lisboa, das älteste Kaufhaus) überleben neben H&M und Zara; die Jugendstilfassaden der Straße sind die konzentriertesten in Porto außerhalb der Avenida dos Aliados.
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Azulejo-Fliesenkultur — Portos blau-weiße Identität
Portos Azulejo-Tradition (blau-weiße, zinnlasierte Fliesen) bedeckt über 40 bedeutende Gebäude in der Stadt – die Seelenkapelle (Rua de Santa Catarina, die gesamte Außenseite ist mit 15,000 blau-weißen Fliesen bedeckt, die das Leben des Heiligen Franziskus von Assisi und der Heiligen Katharina darstellen, 1929, Eduardo Leite) und der Bahnhof São Bento (die Eingangshalle: 20,000 Fliesen von Jorge Colaço, 1930, die die portugiesische Geschichte darstellen) sind die beiden meistbesuchten; das Instituto das Artes e Ofícios da Universidade do Porto lehrt die traditionelle Fliesenherstellungstechnik.
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Porto Street Food — Francesinha und Bifanas
Portos unverwechselbares Streetfood: Francesinha (das 'kleine französische Mädchen', das lokale Sandwich aus geräuchertem Fleisch, frischer Wurst und Steak, bedeckt mit geschmolzenem Käse und einer Tomaten-Bier-Brandy-Sauce, €8–12, die kalorienreichste Mahlzeit Portugals – eine Erfindung aus Porto aus den 1950er Jahren, die den französischen Croque-Monsieur adaptiert) und Bifana (mariniertes Schweinefleisch in einem Brötchen mit Senf und scharfer Sauce, €2–3, das Standard-Mittagessen für Arbeiter); die beste Francesinha gibt es im Café Santiago (Rua do Passeio Alegre), Regaleira oder im historischen Café Aliança (Galeria de Paris); eine Francesinha um Mitternacht zu essen, ist ein kulturelles Ritual in Porto.
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