
Bahnhofstrasse, das Kunsthaus & Zürichs Museumsviertel
Die Bahnhofstrasse (die 1,4 Kilometer lange Hauptstrasse Zürichs, die vom Hauptbahnhof nach Süden zum See verläuft – die teuerste Einkaufsstrasse Kontinentaleuropas, gesäumt von Schweizer Uhrenmarken, Luxusjuwelieren und internationalen Modehäusern) führt nach Süden zum See und nach Osten zum Kunsthaus Zürich (dem grössten Kunstmuseum der Schweiz und einer der besten Sammlungen moderner Kunst in Europa) und bildet das kulturelle und kommerzielle Rückgrat der Stadt.
1. Bahnhofstrasse — Die teuerste Strasse Kontinentaleuropas
- 1
Bahnhofstrasse — Die teuerste Strasse Kontinentaleuropas
Bahnhofstrasse (die 1,4 Kilometer lange Fussgänger- und Tramstrasse, die vom Zürcher Hauptbahnhof südlich zum Bürkliplatz am Zürichsee verläuft, in den 1860er-1900er Jahren nach der Trockenlegung des zuvor an dieser Stelle befindlichen Fröschengrabens zur wichtigsten Geschäftsstrasse der Stadt entwickelt): Die Bahnhofstrasse ist die prestigeträchtigste und (nach einigen Massstäben) teuerste Einkaufsstrasse Kontinentaleuropas, mit Geschäften, die die Zürcher Flagship-Stores praktisch jeder grossen Luxusmarke der Welt umfassen; die High-End-Marken der Schweizer Uhrenindustrie (Patek Philippe, Rolex, IWC, Audemars Piguet, Cartier, Jaeger-LeCoultre) sind besonders prominent; das Untergewölbe der UBS (am Paradeplatz, dem grossen Platz in der Mitte der Bahnhofstrasse, gesäumt von den Hauptsitzen der grossen Schweizer Banken) soll das grösste Goldbarren-Depot der Welt beherbergen; zur Weihnachtszeit machen die berühmten „Lucy“-Lichter (über der Strasse schwebend) die Bahnhofstrasse zu einer der stimmungsvollsten Weihnachtseinkaufsstrassen Europas.
- 2
Kunsthaus Zürich — Die feinste Kunstsammlung der Schweiz
Kunsthaus Zürich (Heimplatz 1 — das Hauptkunstmuseum Zürichs und das grösste Kunstmuseum der Schweiz, 2021 durch den Chipperfield-Bau (entworfen vom britischen Architekten David Chipperfield, durch einen unterirdischen Gang mit dem bestehenden Moser-Bau (1910) verbunden, wodurch die Ausstellungsfläche verdoppelt wurde) wesentlich erweitert): Das Kunsthaus besitzt die beste Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst in der Schweiz und eine der stärksten in Europa; Höhepunkte der Sammlung sind: die grösste Sammlung von Werken Alberto Giacomettis ausserhalb der Giacometti-Stiftung in Paris (über 100 Skulpturen und zahlreiche Zeichnungen des Schweizer Bildhauers — die wichtigste Giacometti-Sammlung in einem öffentlichen Museum), Hauptwerke von Edvard Munch (darunter mehrere Versionen von „Der Schrei“), eine umfassende impressionistische und postimpressionistische Sammlung (Monet, Picasso, Van Gogh, Cézanne, Matisse) und eine herausragende Sammlung des deutschen und österreichischen Expressionismus; die Chipperfield-Erweiterung beherbergt die Sammlung Bührle (die private Kunstsammlung von Emil Bührle, eine bedeutende Sammlung impressionistischer und frühmoderner Malerei, die aufgrund der Kriegszeitprovenienz einiger Werke kontrovers diskutiert wurde).
- 3
Paradeplatz — Das Herz der Schweizer Finanzwelt
Paradeplatz (der grosse Platz in der Mitte der Bahnhofstrasse — das symbolische Zentrum des Schweizer Finanzsystems, wo die beiden grössten Schweizer Banken (UBS und Credit Suisse, nach dem Zusammenbruch und der Rettung der Credit Suisse im März 2023 nun in UBS fusioniert) ihre historischen Hauptsitzgebäude einander gegenüber auf dem Platz haben): Der Paradeplatz ist der konzentrierteste Knotenpunkt globaler Finanzmacht in Kontinentaleuropa — der Platz, an dem die Entscheidungen getroffen werden, die die etwa 7 Billionen Dollar an Vermögenswerten betreffen, die von Schweizer Privatbanken verwaltet werden (die Schweiz verwaltet etwa ein Drittel des gesamten weltweiten Offshore-Privatvermögens); die Tramhaltestelle am Paradeplatz ist der zentrale Umsteigepunkt des Zürcher Tramnetzes; die Confiserie Sprüngli (Bahnhofstrasse 21/Paradeplatz — die älteste und berühmteste Konditorei Zürichs, gegründet 1836, das ursprüngliche Geschäft der Schokoladenfirma Lindt & Sprüngli, bevor sich die beiden Zweige trennten) ist die beliebteste Konditorei Zürichs, berühmt für ihre Luxemburgerli (die Mini-Macarons, die eine Zürcher Spezialität und ein Sprüngli-Exklusivprodukt sind).
- 4
Schweizerisches Nationalmuseum (Landesmuseum) — 5.000 Jahre Schweizer Geschichte
Schweizerisches Nationalmuseum (Museumstrasse 2, direkt neben dem Hauptbahnhof — das nationale Geschichtsmuseum der Schweiz, untergebracht im aussergewöhnlichen neugotischen Gebäude (erbaut 1898, entworfen von Gustav Gull im romantischen Historismus-Stil, der Elemente einer mittelalterlichen Burg, einer gotischen Kathedrale und eines Renaissance-Rathauses kombiniert — das vielseitigste und dramatischste Museumsgebäude der Schweiz)): Das Museum beherbergt die umfassendste Sammlung von Objekten, die die Schweizer Geschichte und Kultur dokumentieren, von jungsteinzeitlichen Pfahlbauten (die Schweiz hat die höchste Dichte an neolithischen und bronzezeitlichen Pfahlbaustätten weltweit, mit über 111 Stätten an Schweizer Seen und Flüssen — UNESCO-Weltkulturerbe) über die Römerzeit, das Mittelalter, die Eidgenossenschaft (gegründet 1291), die Reformation, die frühe Neuzeit und die Entwicklung des Schweizer Industrialismus und der Demokratie; die Sammlung angewandter Kunst des Museums (Möbel, Textilien, Goldschmiedearbeiten, Rüstungen) ist die beste des Landes.
- 5
Zürich West — Industriequartier, Viadukt & Zeitgenössische Kultur
Zürich West (das ehemalige Industriegebiet im westlichen Teil des Zürcher Zentrums, entlang der Limmat und des Eisenbahnviadukts — das wichtigste Kreativ- und Ausgehviertel der Stadt, in den 1990er-2000er Jahren von der Schwerindustrie zu Kultur und Gastronomie umgewandelt): Zu den Schlüsselelementen der Kulturlandschaft von Zürich West gehören: die Langstrasse (die Hauptstrasse des Zürcher Rotlichtviertels, des Nachtlebens und der Einwanderergemeinschaften — die sozial vielfältigste und authentisch urbanste Strasse Zürichs, die nord-südlich durch das Quartier Kreis 4 verläuft); der Viadukt (der 500 Meter lange Backsteineisenbahnviadukt, 1894 erbaut, heute unter seinen 36 Bögen zu einer Mischung aus Boutiquen, Restaurants, einem Bauernmarkt und Veranstaltungsräumen umgebaut — das innovativste Umnutzungsprojekt in Zürich); der Schiffbau (die umgebaute Schiffbauhalle aus dem 19. Jahrhundert, die heute die Bühne des Schauspielhauses Zürich (dem Haupttheater Zürichs) und das Restaurant Schiffbau beherbergt).
- 6
Zürichsee-Schwimmen — Die Seebäder-Sommer-Tradition
Zürichsee-Schwimmen (die Seebäder — die traditionellen Freibäder am See und an der Limmat, eine typisch Zürcher Institution, die die Beziehung der Stadt zu ihrem natürlichen Wassermilieu unter den grossen europäischen Städten einzigartig macht): Die Zürcher Badekultur umfasst etwa 18 öffentliche Freibäder innerhalb der Stadtgrenzen, darunter die historischen hölzernen Seebadehallen (das Frauenbad Stadthausquai (nur für Frauen, historische Jugendstil-Struktur), das Männerbad Schanzengraben (nur für Männer, ebenfalls historisch) und die gemischten Einrichtungen des Seebads Enge, Seebads Utoquai und Seebads Tiefenbrunnen am See); an warmen Sommertagen füllen sich die Ufer der Limmat im Stadtzentrum mit Zürchern, die von den Brücken aus im Fluss schwimmen — das jährliche Züri-fäscht-Festival beinhaltet das berühmte Massen-Limmat-Schwimmen (etwa 600 Schwimmer springen von der Rudolf-Brun-Brücke und treiben stromabwärts).
Walk this route with audio
Stories play automatically as you reach each stop — no tapping needed.
Mehr in zurich

Schweizerischer Nationalpark & Graubünden – Die alpine Wildnis der Schweiz

Cabaret Voltaire — Wo Dada entstand & Zürichs kultureller Untergrund

Uetliberg — Zürichs Hausberg & Alpenpanorama

Schweizer Küche in Zürich — Fondue, Raclette, Rösti & Schweizer Schokolade

Zürcher Altstadt, Grossmünster & Zürichsee






