Museen und Kunst in Salvador: Orixá-Skulpturen, Afro-Brasilianisches Erbe, Kolonialbarock und Jorge Amado
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Museen und Kunst in Salvador: Orixá-Skulpturen, Afro-Brasilianisches Erbe, Kolonialbarock und Jorge Amado

Zu den kulturellen Einrichtungen Salvadors gehören die Orixá-Skulpturen des Dique do Tororó, die Carybe-Tafeln des Museu Afro-Brasileiro, der koloniale Barock-Silberschatz, das modernistische MAMB an der Bucht und die literarische Welt von Jorge Amado, die Bahia seine internationale Identität verlieh.

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    Dique do Tororó: Die Orixás im Stadtsee

    Der Dique do Tororó, der Stadtsee im Zentrum von Salvador, wurde 1998 durch die Installation von acht riesigen Skulpturen der Candomblé-Orixás, die aus dem Wasser auftauchen, aufgewertet. Dies ist eine der dramatischsten öffentlichen Kunstinstallationen Brasiliens und ein Statement über die Rolle der afro-brasilianischen spirituellen Kultur in der öffentlichen Identität der Stadt. Die Uferpromenade ist ein beliebter Jogging- und Freizeitraum, der durch die Orixá-Skulpturen in eine heilige Landschaft verwandelt wurde.

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    Museu Afro-Brasileiro: Die Carybe-Tafeln

    Das Museu Afro-Brasileiro im ehemaligen Gebäude der Medizinischen Fakultät neben dem Terreiro de Jesus in Pelourinho beherbergt die wichtigste Sammlung zur Dokumentation des afrikanischen Erbes in Brasilien. Im Mittelpunkt stehen die prächtigen geschnitzten Holztafeln aller 27 Candomblé-Orixás, geschaffen von dem in Argentinien geborenen bahianischen Künstler Carybe, dessen Werk die afro-brasilianische religiöse und kulturelle Tradition über sechs Jahrzehnte seines Aufenthalts in Salvador dokumentierte und feierte.

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    Museu de Arte Sacra: Der Barocke Silberschatz

    Das Museu de Arte Sacra de Bahia im ehemaligen Karmeliterkloster im historischen Zentrum ist die feinste Sammlung kolonialer barocker religiöser Kunst in Brasilien, mit Tausenden von Gold- und Silber-Liturgieobjekten, Gemälden und Holzskulpturen, die den Reichtum dokumentieren, der aus der Zucker- und Sklavenwirtschaft der kolonialen Kapitänschaft Bahia gewonnen und in die Herstellung religiöser Objekte von außergewöhnlicher Handwerkskunst investiert wurde.

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    Solar do Unhão: MAMB an der Bucht

    Das Museu de Arte Moderna da Bahia im Solar do Unhão, einem restaurierten Anwesen aus dem 17. Jahrhundert an der Uferpromenade der Unterstadt mit Blick über die Baía de Todos os Santos, ist eines der besten Museen für moderne Kunst in Brasilien und Veranstaltungsort für das jährliche Sommerkino unter freiem Himmel im kolonialen Innenhof. Das Gebäude selbst, in den 1960er Jahren von Lina Bo Bardi restauriert, ist eines der wichtigsten Werke brasilianischer modernistischer Architektur.

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    Lina Bo Bardi und der Einfluss des SESC Pompeia

    Lina Bo Bardi, die in Italien geborene Architektin, die zu einer der wichtigsten brasilianischen Architektinnen des 20. Jahrhunderts wurde, arbeitete ausgiebig in Salvador, bevor sie das SESC Pompeia in São Paulo entwarf. Ihr Werk in Bahia, einschließlich der MAMB-Restaurierung und des Einflusses der afro-brasilianischen materiellen Kultur auf ihre Ästhetik, ist das wichtigste Kapitel ihrer Entwicklung als eine ausgesprochen brasilianische Architektin.

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    Jorge Amados Land: Literatur und die Identität Bahias

    Jorge Amado, der bahianische Romancier, dessen Werke Gabriela Cravo e Canela, Dona Flor e Seus Dois Maridos und Tenda dos Milagres die afro-brasilianische Kultur Salvadors und des bahianischen Hinterlandes einem Millionenpublikum zugänglich machten, schuf die literarische Identität Bahias als eine sinnliche, rassenübergreifende, vom Candomblé durchdrungene Gesellschaft, die das Selbstbild der Stadt ebenso prägte wie ihr architektonisches Erbe. Die Fundação Jorge Amado in Pelourinho dokumentiert das Leben und Werk des Autors.

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