Thessaloniki Ano Poli — die osmanische Oberstadt, byzantinische Mauern & der Blick über den Golf
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Routethessaloniki

Thessaloniki Ano Poli — die osmanische Oberstadt, byzantinische Mauern & der Blick über den Golf

Die Ano Poli (die Oberstadt, das Viertel am steilen Hang oberhalb von Thessaloniki, das einzige Viertel, das den katastrophalen Brand von 1917 überlebte, der 70 Prozent der Unterstadt zerstörte, die traditionellen osmanischen und griechischen Fachwerkhäuser des 18.-19. Jahrhunderts intakt in den Gassen oberhalb der modernen Stadt) ist das stimmungsvollste Stadtviertel Nordgriechenlands.

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    Der Brand von 1917 und das Überleben der Oberstadt

    Der große Brand von Thessaloniki (das Feuer, das am 18. August 1917 in einem Haus in der Olympou-Straße begann, durch den Nordwind Meltemi verbreitet wurde, 32 Stunden lang brannte und 9.500 Gebäude in 120 Stadtblöcken zerstörte — das Äquivalent der gesamten Unterstadt, 73.000 Menschen obdachlos machte, darunter die meisten der sephardischen jüdischen Gemeinde, deren zentrales Viertel vollständig verbrannte, die Zerstörung eliminierte 2.000 Jahre kontinuierlicher städtischer Baugeschichte) verschonte die Ano Poli, weil das Feuer den steilen Nordhang gegen den von Norden wehenden Meltemi nicht erklimmen konnte. Die Folge: Die Ano Poli bewahrt das Stadtbild des Thessaloniki des 18.-19. Jahrhunderts, während die Unterstadt in den 1920er-30er Jahren nach einem rationalistischen Straßenplan des französischen Stadtplaners Ernest Hébrard wieder aufgebaut wurde. Der Kontrast zwischen dem regelmäßigen neoklassizistischen Raster der Unterstadt und dem organischen osmanischen Gassennetz der Ano Poli ist die wesentliche Architekturgeschichte des modernen Thessaloniki.

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    Die traditionellen Häuser – osmanische Fachwerkarchitektur

    Die traditionellen Häuser der Ano Poli (die Fachwerkhäuser mit steinernen Erdgeschossen und auskragenden Obergeschossen – den Sachnisia –, die Obergeschossräume, die 60-120cm auf geschnitzten Holzkonsolen über die Straße ragen, die Standard-Wohnarchitektur der späten osmanischen Periode in Nordgriechenland, die Technik direkt aus der anatolischen Fachwerk-Tradition abgeleitet) säumen die steilen Gassen der Ano Poli in verschiedenen Erhaltungszuständen – einige restauriert zu ihrem originalen bemalten Putzfinish (die traditionellen Farben: Ocker, Terrakotta, Blaugrau), andere in malerischem Verfall mit gerissenen Sachnisi-Konsolen und durch den abgefallenen Putz sichtbar werdenden Latten- und Putzwänden. Das Viertel Vlali (die am besten erhaltene Ansammlung traditioneller Häuser in der Ano Poli, die Gassen zwischen dem Eptapyrgio und dem Vlatadon-Kloster, die Häuser, die von den Anwohnern ab den 1990er Jahren restauriert wurden, als die Ano Poli als Viertel von architektonischem Wert anerkannt wurde) ist der am besten erhaltene Abschnitt. Das Vlatadon-Kloster (das byzantinische Kloster aus dem 14. Jahrhundert am westlichen Ende der Ano Poli, das Kloster seit seiner Gründung im Jahr 1360 ununterbrochen in Gebrauch, die Kirche täglich von 9 bis 12 Uhr für Besucher geöffnet, die Gärten der friedlichste Grünraum in der Oberstadt).

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    Das Eptapyrgio – die Sieben-Türme-Festung

    Das Eptapyrgio (die byzantinisch-osmanische Festung am höchsten Punkt der Ano Poli, der Name bezieht sich auf die sieben Türme der Hauptumwallung, ursprünglich in byzantinischer Zeit erbaut und nach 1430 von den Osmanen wesentlich modifiziert, die vollständigste byzantinische Militärbefestigung in Nordgriechenland, die Festung diente von der osmanischen Zeit bis 1989 als Gefängnis — die griechische Regierung schloss das Gefängnis schließlich 1989, das Gebäude ist jetzt als archäologische Stätte geöffnet, freier Zugang zum Äußeren und zum Wanderweg entlang der Zinnen, die Umwandlung des Inneren in ein Museum ist im Gange) ist von der Ano Poli aus in einem 10-minütigen Spaziergang vom Vlatadon-Kloster erreichbar. Die Aussicht von den Zinnen des Eptapyrgio (das 360-Grad-Panorama vom höchsten Punkt der byzantinischen Mauern — der gesamte Thermäische Golf im Süden sichtbar, die Pieria-Berge über dem Wasser 40km südlich, das Axios-Flussdelta im Westen und die Chalkidiki-Halbinsel im Osten) ist die vollständigste Panoramaaussicht, die in Thessaloniki verfügbar ist. Die byzantinischen Mauern zwischen dem Eptapyrgio und dem Trigonou-Turm (der am besten erhaltene Abschnitt der Mauer aus dem 4. Jahrhundert, der Wanderweg an der Innenseite der Mauer verläuft über 500m, die zinnenbewehrten Brustwehren weitgehend intakt).

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    Die Ano Poli Cafés und das Viertelleben

    Die Ano Poli Café-Szene (die Position des Viertels als das bohemischste und architektonisch interessanteste Wohngebiet in Thessaloniki hat die alternative Café- und Barkultur angezogen, die die Geschäftsstraßen der Unterstadt nicht aufrechterhalten können): das traditionelle Kafeneion am Eptapyrgio-Platz (die Tische im Freien unter der Eptapyrgio-Mauer, der türkische Kaffee und das Backgammon, geöffnet ab 7 Uhr morgens, der Treffpunkt der ältesten Bewohner der Ano Poli, die unveränderteste soziale Institution des Viertels), das Zythos Duo (das Bar-Restaurant in einem restaurierten traditionellen Haus in der Nähe des Vlatadon-Klosters, die Auswahl an mazedonischen Bieren, die Mezedes zu korrekten Preisen, die Terrasse mit Blick über die Unterstadt zum Golf) und der Sonntagmorgen (die Ano Poli um 8-10 Uhr am Sonntag, wenn die Bewohner zum Vlatadon-Kloster zur Liturgie gehen, die Bäckereien mit frischem Brot in den Fenstern geöffnet, das Viertel in seinem habitualsten und von Besuchern am wenigsten beachteten Zustand). Der Morgenspaziergang von der Ano Poli (der Abstieg vom Eptapyrgio durch die Gassen zur Rotunde, den byzantinischen Mauern nach Süden folgend, der 30-minütige Abstieg, der die osmanischen Häuser, die byzantinischen Mauern und die Ankunft am Galerianischen Komplex am Fuße des Hügels verbindet).

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    Ausflug — Chalkidiki und die drei Halbinseln

    Chalkidiki (die dreifingrige Halbinsel, die sich vom Hinterland Thessalonikis in die Ägäis erstreckt, die drei Halbinseln: Kassandra im Westen — die am weitesten entwickelte, die Strandresortküste 70km von Thessaloniki entfernt, erreichbar mit dem KTEL-Bus vom Makedonia-Bahnhof in 1,5 Stunden, die Strände in Hanioti und Kallithea am weitesten entwickelt; Sithonia in der Mitte — weniger entwickelt, die Wälder reichen bis zum Meer, die besten Strände: Kalamitsi und Toroni, 100km von Thessaloniki; und Athos im Osten — die autonome Mönchsrepublik Berg Athos, nur für männliche Besucher mit dem Diamonitirion-Permit zugänglich, die 20 orthodoxen Klöster auf dem Berg der vollständigste mittelalterliche Klosterkomplex, der weltweit erhalten ist). Die Halbinseln Kassandra und Sithonia sind als Tagesausflüge von Thessaloniki mit einem Mietwagen erreichbar (die Kassandra-Brücke 60km von der Stadt entfernt, die Strände der Sithonia-Küste 100-120km, die Zufahrtsstraße durch den Pinienwald eine der malerischsten Fahrten Nordgriechenlands). Die Tageskreuzfahrt zum Berg Athos (die Bootsfahrt vom Dorf Ouranoupolis — 130km von Thessaloniki — entlang der Athos-Halbinselküste ohne Anlandung, die Klostergebäude vom Meer aus in 500m Entfernung sichtbar, das Boot fährt um 9 Uhr ab und kehrt um 16 Uhr zurück, Tickets im Hafen von Ouranoupolis, €25-35 pro Person) bietet den Blick auf die Athos-Klöster ohne die Genehmigungspflicht.

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    Ausflug — Vergina und Pella, das makedonische Königreich

    Der Ausflug ins makedonische Königreich von Thessaloniki (der Tagesausflug, der die beiden wichtigsten Stätten der Heimat Alexanders des Großen kombiniert): Vergina (70km westlich, die königliche makedonische Stadt Aigai, die unversehrten Gräber Philipps II. und Alexanders IV. unter dem Großen Tumulus — die wichtigste archäologische Entdeckung in Griechenland im 20. Jahrhundert, €12 Erwachsene, geöffnet Dienstag-Sonntag 8-20 Uhr, erreichbar mit dem Bus vom Busbahnhof Makedonia in 1,5 Stunden für €7 pro Strecke, oder mit dem Mietwagen in 45 Minuten) und Pella (die makedonische Hauptstadt ab 400 v. Chr., 40km westlich von Thessaloniki, der Ort, an dem Alexander der Große geboren wurde und Aristoteles lehrte, die Hausmosaiken — die Kieselsteinmosaiken des 4. Jahrhunderts v. Chr. von der Löwenjagd und dem Dionysos auf einem Panther, die schönsten erhaltenen griechischen Kieselsteinmosaiken überhaupt — in situ in den ausgegrabenen Hausböden ausgestellt, €6 Erwachsene, Dienstag-Sonntag 8-20 Uhr, erreichbar mit dem Bus von Thessaloniki in 50 Minuten für €3,50 pro Strecke). Der kombinierte Tagesausflug mit dem Mietwagen (die 150km lange Rundfahrt Thessaloniki-Pella-Vergina-Thessaloniki, die 2 Stunden in Pella und 3 Stunden in Vergina mit 1 Stunde Fahrzeit zwischen den Orten vorsieht) ist der richtige historische Ausflug von der Stadt aus.

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