Casa de Pilatos, Mudéjar-Paläste & Sevillas adliges Erbe
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Casa de Pilatos, Mudéjar-Paläste & Sevillas adliges Erbe

Die Casa de Pilatos (das 'Haus des Pilatus' — der Mudéjar-Renaissance-Palast der Herzöge von Medinaceli aus dem 15.-16. Jahrhundert im Viertel Santa Catalina in Sevilla, der schönste private Palast Sevillas und das am besten erhaltene Beispiel des Mudéjar-Renaissance-Hybridstils, der die Architektur des Sevillas des 16. Jahrhunderts prägte) und die anderen Adelspaläste des historischen Zentrums von Sevilla enthüllen den außergewöhnlichen Reichtum und den kulturellen Ehrgeiz der sevillanischen Aristokratie auf dem Höhepunkt des spanischen Goldenen Zeitalters.

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    Casa de Pilatos — Der schönste private Palast in Sevilla

    Die Casa de Pilatos (Plaza de Pilatos, Barrio Santa Catalina, 1483–1529, Herzog von Tarifa Fadrique Enríquez de Ribera, noch im Besitz der Familie Medinaceli, €10 Erdgeschoss, €12 Obergeschosse, täglich 9am–6pm) ist das vollständigste Beispiel der Mudéjar-Palastarchitektur in Sevilla — der Patio Principal (der zentrale Innenhof mit einem Genueser Marmorbrunnen, 1529, im Renaissancestil geschnitzt, aber mit almohadischen Mudéjar-Fliesen und nasridischen Stuckbögen) stellt die Synthese dreier Kulturen dar; die 28 römischen Büsten (die Sammlung, die Don Fadrique 1519 aus Rom mitbrachte) sind entlang der Galerien ausgestellt.

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    Palacio de las Dueñas — Das Elternhaus des Flamenco-Dichters

    Der Palacio de las Dueñas (Calle Dueñas 5, Viertel San Lorenzo, 15. Jahrhundert, Herzöge von Alba, €10 Erwachsene, Mai–September Montag–Samstag 10am–8pm) ist das Elternhaus von Antonio Machado (1875–1939, der größte spanische Dichter des 20. Jahrhunderts, Autor von 'Campos de Castilla') — der Garten des Palastes (einer der schönsten privaten Gärten in Sevilla, mit Orangen- und Zitronenbäumen, blühenden Bougainvilleen und dem Mudéjar-Bogen aus dem 15. Jahrhundert) und das Machado-Gedenkzimmer (der Dichter wurde im Palast geboren, als sein Vater als Administrator der Herzöge arbeitete) sind die Hauptattraktionen.

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    Palacio del Marqués de la Algaba — Gotik in Sevilla

    Der Palacio del Marqués de la Algaba (Plaza Calderón de la Barca, La Macarena, 1470er Jahre, der einzige erhaltene gotische Profanpalast in Sevilla, das Centro de Interpretación del Arte Mudéjar, kostenlos, Dienstag–Samstag 10am–2pm und 5pm–8pm) dokumentiert den Mudéjar-Stil — die Turmtreppe (die feinste gotische Zivilarchitektur in Sevilla) und die Mudéjar-Fliesen (die größte erhaltene Flieseninstallation aus dem 15. Jahrhundert in einem privaten Palast) sind die Hauptelemente; der Palast dient als Ausgangspunkt für den Mudéjar-Architektur-Rundgang der Stadt.

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    Flamenco-Tanzmuseum — Sevillas Kunstform verstehen

    Das Museo del Baile Flamenco (Manuel Rojas Marcos 3, Viertel Santa Cruz, 2006, Gründerin Christina Hoyos, €12 Erwachsene, täglich 10am–7pm, Flamenco-Shows am Abend €25) ist das umfassendste Flamenco-Museum der Welt — die 15 Räume behandeln die Wurzeln des Flamenco (die Überschneidung der musikalischen Traditionen der Roma, Mauren, sephardischen Juden und Afro-Kubaner im Sevilla des 18. Jahrhunderts), die Entwicklung der Stile Cante (Gesang), Baile (Tanz) und Toque (Gitarre) sowie die zeitgenössische Flamenco-Fusion-Szene; die abendliche Flamenco-Show (1 Stunde, im unterirdischen Steinkeller des Museums, 80 Personen Kapazität) ist der authentischste Touristen-Flamenco in Sevilla.

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    Hospital de los Venerables Sacerdotes — Velázquez' und Murillos Patronatskapelle

    Das Hospital de los Venerables Sacerdotes (Plaza de los Venerables, Santa Cruz, 1687–1697, das Krankenhaus für pensionierte Priester, jetzt das Kunstzentrum der Focus-Abengoa-Stiftung, €8, täglich 10am–2pm und 4pm–8pm) beherbergt das schönste Barockinterieur des 17. Jahrhunderts in Sevilla — die Kirchenkuppel (von Juan de Valdés Leal und seinem Sohn Lucas Valdés, das aufwendigste gemalte Trompe-l'œil-Gewölbe in Sevilla) und der Velázquez-Saal (die Galerie im Erdgeschoss mit zwei Originalgemälden von Velázquez — Santa Rufina und die Unbefleckte Empfängnis, €4 zusätzlich) machen es nach dem Museum der Schönen Künste zum konzentriertesten Kunstort in Sevilla.

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    Palacio de los Marqueses de la Mina — Das versteckte Hofmuseum

    Sevillas Adelspaläste lassen sich durch die spezifische aristokratische Architekturtradition des sevillanischen Patios verstehen — jeder Palast hat eine andere Interpretation derselben wesentlichen Elemente (ein rechteckiger oder L-förmiger Patio mit einem zentralen Brunnen, eine Galeriegasse an einer oder mehreren Seiten, eine Treppe zum Obergeschoss) mit unterschiedlichen Proportionen, Fliesenwahl, Pflanzenarrangements und dekorativem Stuck; das Barrio Santa Catalina (das Viertel unmittelbar nördlich des Santa Cruz-Viertels) weist die höchste Dichte an erhaltenen Adelspalästen pro Stadtblock in Spanien auf; das Programm 'Noches en los Palacios' (Juli–September) öffnet private Palastinnenhöfe für Abendkonzerte.

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