
Alcaicería, Arabischer Basar & Granadas islamisches Markterbe
Die Alcaicería (der 'Seidenmarkt' – der überdachte Markt neben der Kathedrale von Granada, im 19. Jahrhundert an der Stelle des königlichen Seidenmarktes der Nasridenzeit wiederaufgebaut: das wichtigste Geschäftsviertel der Nasridenstadt Granada) und die angrenzende Calle Calderería Nueva (die 'marokkanische Straße' mit den marokkanischen Teehäusern, den Gewürzläden und den Handwerksgeschäften) bewahren zusammen den Handelsgeist des islamischen Granada im Herzen der modernen Stadt.
1. Zoco de Granada — Arabischer Handwerksmarkt im Albayzín
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Zoco de Granada — Arabischer Handwerksmarkt im Albayzín
Der Zoco de Granada (Corral de los Carbones und die Straßen zwischen Albayzín und Realejo) ist ein organischer arabischer Markt, der sich seit den 1990er Jahren entwickelt hat – marokkanische Handwerker verkaufen handgemachte Lederbabouches, handgehämmerte Kupferlampen, Berberteppiche und geschnitzte Zedernholztabletts; Calle Elvira und Calle Calderería Nueva ('Teestraße') sind die am stärksten konzentrierten Abschnitte.
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Calderería Nueva — Teestuben und Marokkanische Importe
Die Calderería Nueva ('Neue Kesselmacherstraße') ist eine 200 Meter lange Gasse, gesäumt von Teterías (maurischen Teestuben) und marokkanischen Importgeschäften – traditioneller marokkanischer Minztee mit Pinienkernen wird in verzierten Silberkannen auf Messingtabletts serviert; die enge Straße war in der Nasridenzeit das Viertel der Kupferschmiede; Geschäfte verkaufen handgemachte Produkte, die direkt von Kunsthandwerkerkooperativen in Marrakesch, Fès und Tétouan bezogen werden.
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Albayzín — UNESCO-Maurenviertel auf dem Hügel
Der Albayzín (UNESCO, 1994, das am Hang gelegene Viertel mit arabischem Erbe gegenüber der Alhambra) umfasst 7km weiß getünchte Gassen, originale Nasridenmauern, Carmen-Häuser (umfriedete Villen mit Brunnen und Jasmin-Gärten) und den besten Aussichtspunkt über die Alhambra (den Mirador de San Nicolás, bei Sonnenuntergang immer voll mit Flamenco-Gitarristen).
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Hammam Al-Ándalus — Arabische Bäder unterhalb des Albayzín
Hammam Al-Ándalus (Santa Ana, unterhalb des Albayzín, nur für Erwachsene) stellt die Nasriden-Badekultur in einem maurischen Gebäude aus dem 15. Jahrhundert nach – drei Becken (kalt 14°C, warm 36°C, heiß 40°C) mit geschnitzten Stuckdecken und sternförmigen Oberlichtern; die 90-minütige Sitzung (€38) beinhaltet ein Kese-Peeling (Exfoliation mit einem traditionellen Handschuh) und Arganölmassage; 2–3 Tage im Voraus buchen.
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Sacromonte — Höhlenwohnungen und Gitano-Kultur
Sacromonte (der Hügel östlich des Albayzín) ist das historische Viertel der Gitano-Gemeinschaft (spanische Roma) Granadas – Höhlenhäuser (cuevas), die in den Hang gegraben wurden, sind seit über 500 Jahren bewohnt; das Cueva Museo de Sacromonte (Barranco de los Negros) dokumentiert die Höhlenbewohnerkultur; die Zambra (eine Flamencoform der Gitano, die einzigartig für Granada ist) wird jeden Abend um 22 Uhr in Höhlenlokalen aufgeführt.
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Mirador de San Miguel Alto — Die Alhambra von oben
Der Mirador de San Miguel Alto (erreichbar nach einem 40-minütigen Spaziergang bergauf vom Albayzín durch Gassen mit Kakteen und Rosmarin) bietet eine Perspektive auf die Alhambra von oben und zu ihrer Rechten – die Verteidigungstürme der Alhambra sind im Grundriss sichtbar; der Schnee der Sierra Nevada (sichtbar Oktober–Mai) bildet die Kulisse, die die Nasriden-Architekten speziell für ihren Palast wählten; die Aussicht bei Sonnenuntergang ist hervorragend.
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